07 Oktober 2021 | Gesundheit

PEPFAR erhöht sein Budget

Neue ehrgeizige Ziele für das kommende Jahr gesteckt

Im kommenden Jahr wird das amerikanische PEPFAR-Programm noch mehr Gelder in den Kampf gegen HIV in Namibia fließen lassen. Es sollen mehr Menschen erreicht und innovative Unterstützungsprogramme eingeführt werden.

Von Katharina Moser,

Windhoek

Seit über 18 Jahren unterstützen die USA Namibia im Kampf gegen HIV/AIDS im Rahmen der Partnerschaft PEPFAR („U.S. President's Emergency Plan for AIDS Relief“). Mithilfe von Kampagnen, finanzieller und materieller Unterstützung erreichen Gesundheitsarbeiter durch die Initiative viele Namibier mit Diagnose, Behandlung und Prävention; bereits über 1,6 Milliarden USD Unterstützung ist Namibia seit 2003 zugekommen. Die US-Botschaft hat nun das neue Budget für PEPFAR für das kommende Finanzjahr von Oktober 2021 bis September 2022 vorgestellt: „Wir haben das Budget noch einmal auf 90,4 Millionen USD vergrößert“, kündigte die Geschäftsträgerin der US-Botschaft, Jessica Long, an. Das Programm hat sich für 2022 dabei zahlreiche neue Ziele gesteckt: Man will 50 000 Mädchen und junge Frauen mit HIV-Prävention unterstützen. 442 kommunale Gesundheitsarbeiter sollen Training erhalten, man will somit 319 Schulen, 46 Kliniken und 471 Gemeinderäume erreichen. Es sollen Trainingsprogramme, auch für Männer, zu geschlechtsspezifischer Gewalt und finanzieller Bildung eingerichtet werden. Außerdem will man 37 200 Kinder mit einer HIV-Infektion erreichen und 90 Prozent von ihnen HIV-Behandlung zugänglich machen. Das Gesundheitsministerium soll unterstützt werden, um freiwillige medizinische männliche Beschneidung anzubieten, was das Risiko einer HIV-Erkrankung um 60 Prozent reduziert. Dafür sollen 180 Beschäftigte ausgebildet werden.

In besonderen Risikogruppen wie Männern, die Sex mit Männern haben, oder Sexarbeitern, will man 2 500 Menschen mit HIV-Prophylaxe erreichen sowie 17 000 Tests verteilen.

Gleichzeitig wollen die USA grundsätzlich helfen, das namibische Gesundheitssystem zu stärken. Es wird materielle Unterstützung, wie z.B. Medikamente gegen Tuberkulose und Kondomen geben. Man werde außerdem dem Gesundheitsministerium bei der Entwicklung eines SMS-Erinnerungsdienstes für HIV-Patienten unterstützen, um letztere zu erinnern, ihre Medikamente abzuholen und regelmäßig einzunehmen. Man werde HIV-Hilfe in Gefängnisse und Polizeistationen bringen und in Zukunft auch eine psychologische Untersuchung bei der Diagnose von HIV durchführen.

Long ging auch auf die Krankheiten ein, die oft in Begleitung zu HIV auftreten, in erster Linie Tuberkulose und Gebärmutterhalskrebs. Das neu gesteckte Ziel sei es, pro Woche 1 000 Frauen auf Gebärmutterhalskrebs zu untersuchen. Ferner soll ein landesweites HIV-Infektionsüberwachungssystem eingeführt werden, durch das Infektionshotspots festgestellt werden können. Und zu guter Letzt will PEPFAR es erreichen, dass kein Kind mehr durch Mutter-Kind-Transmission mit HIV geboren wird. „Durch gemeinsame Anstrengungen können wir die Verbreitung von HIV in Namibia bekämpfen“, so Jessica Long.

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