21 April 2021 | Polizei & Gericht

Pensionärin erdrosselt

Senioren in Swakopmund sind um die eigene Sicherheit besorgt

Zahlreiche Swakopmunder sind fassungslos, schockiert und wütend: Die deutschsprachige Seniorin Irene Lohmeier (82) wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag in ihrer Wohnung überfallen und ermordet. Die Polizei vermutet, dass es sich um Wiederholungstäter handelt, die es auf ältere Einwohner abgesehen haben.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund

Schon am Morgen haben Ermittler die Trekkopje-Straße im Swakopmunder Stadtteil Kramersdorf abgesperrt, nachdem sich im Haus Nummer 9 das Undenkbare ereignet hat. Laut Erongo-Polizeisprecher Erastus Iikuyu sollen die bislang unbekannten Täter in die Wohnung eingedrungen und die 82 Jahre alte Pensionärin im Schlaf überrascht haben. Wann sich der tragische Vorfall genau ereignet hat, ist noch nicht bekannt. Laut Iikuyu hat Lohmeiers Tochter den grausamen Fund gestern Morgen gemacht und die Pensionärin tot mit „mehreren Gesichts- und Nackenverletzungen im Wohnzimmer liegend vorgefunden“. Die Todesursache: Erdrosselung.

Nach der Tat sollen die Täter das Schlafzimmer der Verstorbenen durchsucht und Schmuck, eine braune Tasche samt mehrerer persönlicher Wertsachen und „zahlreiche, noch nicht identifizierte, Gegenstände gestohlen“ haben. Den Wert konnte Iikuyu noch nicht beziffern. „Wir bitten um dringende Unterstützung von der Öffentlichkeit. Jeglicher Schmuck, der ohne Eigentumsnachweis verkauft wird, muss der Polizei gemeldet werden“, erklärte Iikuyu.

Laut zuverlässiger Quelle geht die Polizei von zwei Personen aus, die zunächst barfuß über ein Nachbargrundstück gelaufen und später über die Mauer von Lohmeiers Wohnung geklettert waren. Sie sollen durch ein offenes Badezimmerfenster in das Haus eingedrungen sein. Nach der Tat sollen die Männer mit einem auf der Straße geparkten Pkw geflohen sein. Die Alarmanlage sei zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht eingeschaltet gewesen, hieß es.

„Wir sind wirklich schockiert und fassungslos“, sagte eine Nachbarin im Gespräch mit der AZ. „Wir dachten immer, dass diese Gegend sicher ist, aber jetzt machen wir uns ernsthaft Sorgen.“ In dem Haus haben Irene Lohmeier und ihr bereits vor wenigen Jahren verstorbener Mann Hans seit vielen Jahren gewohnt. Sie hinterlässt einen Sohn und eine Tochter sowie mehrere Enkel.

Im Gespräch mit der AZ zeigten sich Ermittler besorgt, zumal es in den vergangenen Wochen mehrere Fälle in Swakopmund gegeben hat, bei denen ältere Personen in ihrer Wohnung angegriffen bzw. überfallen wurden. Vor einer Woche haben drei maskierte, bewaffnete Männer eine Wohnung im Swakopmunder Stadtteil Vineta gestürmt und zwei Frauen angegriffen - in der Wohnung haben zwei Seniorinnen gewohnt. In diesem Fall sollen die Täter zudem eine Haushälterin überrascht, geschlagen und gefesselt und dann eine 87 Jahre alte Seniorin geknebelt und an Händen und Füßen gefesselt haben.

Bereits im März hatte sich die Swakopmunder Nachbarschaftswache besorgt gezeigt, nachdem binnen zehn Tagen „drei gewaltsame Angriffe skrupelloser Schläger auf ältere Bürger“ gemeldet wurden. „Wir sind zutiefst um die Sicherheit aller älteren Bürger besorgt, die allein wohnen, da rücksichtslose Kriminelle es auf ältere Menschen absehen“, so die Nachbarschaftswache.

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