30 April 2019 | Natur & Umwelt

Pektranam befolgt Regeln

Erste Umweltverträglichkeitsstudie über Mangan-Export bekannt

Eine der beiden südafrikanischen Firmen, die Mangan aus der Gegend von Kuruman im Nordkap, über den Lüderitzbuchter Hafen nach China ausführen wollen, hat sich bisher an die Regeln gehalten und nun eine Umweltverträglichkeitsstudie vorgestellt. Interessenträger haben bis zum 10. Mai Zeit, diese Studie und ihre Befunde schriftlich zu monieren.

Von Catherine Sasman & Frank Steffen, Windhoek

André Faul von der Firma „Geo Pollution Technologies“ (GPT) hat nun im Namen des Auftraggebers „Pektranam Logistics (Pty) Ltd“ einen Link ins Internet hergestellt, auf dem die von GPT ausgeführte Umweltverträglichkeitsstudie, die die Einwirkungen eines Mangan-Exports auf den Lüderitzbuchter Hafen und die nähere Umgebung (bekannt als ein sogenannter “Environmental Assessment Scoping Report“), festhält. Nun haben die Einwohner und Interessenträger bis zum 10. Mai 2019 Zeit, sich mit dem Bericht und der Materie auseinanderzusetzen und ihre Einwände schriftlich an GPT zu richten.

Im Rahmen der Voraussetzungen, die gesetzlich für eine solche Studie gelten, sollen auch in diesem Fall alle schriftlich eingegangenen Einwände und Meinungen als Teil des letztendlichen Berichtes an das Umweltministerium weitergereicht werden, so Faul. Einer der Einwohner des südlichen Küstenortes Lüderitzbucht, der als ausgesprochener Gegner eines solchen Exportes gilt, Crispin Clay, meinte bei aller Kritik an dem Vorhaben, dass der 164-seitige Bericht als „hervorragend“ bezeichnet werden könne. „Sie haben ihre Aufgabe gut gemeistert und genau das ist, was wir auch von TradePort erwarten“, meinte Clay gestern.

Seit November 2018 hatten die zwei Firmen „TradePort Namibia CC“ und „Pektranam Logistics (Pty) Ltd“ mit der namibischen Hafenbehörde NamPort über die Abwicklung und den Export von Manganerz-Lieferungen aus der Gegend von Kuruman im Nord-Kap, über den Hafen in Lüderitzbucht verhandelt. Einwohner des Küstenortes hatten sich dagegen gestemmt, da diese Erz-Exporte ohne eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vorgenommen werden sollen und in der Tat teilweise sogar von TradePort ohne eine solche Bescheinigung ab dem ersten Tag im neuen Jahr 2019 durchgeführt wurden. Pektranam war indessen von Anfang an den bestehenden Richtlinien gefolgt und hatte GPT damit beauftragt eine Umweltverträglichkeitsstudie durchzuführen (AZ berichtete).

Insbesondere TradePort war wegen seines Verstoßes scharf verurteilt worden und wurde das Unternehmen letztendlich von dem Umweltministerium dazu gezwungen, die Lieferungen einzustellen und erste Lieferungen zentral in ein Lager am Hafen zu schaffen. Obwohl ihnen später doch eine Genehmigung seitens der Staates, bzw. des Umweltministeriums zugestellt worden war, hatte die Firma bisher keine weiteren Lieferungen herangeschafft.

Bisher hatte Pektranam seine Lieferungen hauptsächlich über die südafrikanischen Häfen Port Elizabeth und Saldanha-Bay ins Ausland geschafft. Wegen der verstopften Verkehrswege an diese Häfen wendet sich das Unternehmen jetzt Lüderitzbucht zu, wo es den brachliegenden Umschlagplatz der namibischen Straßenbaugesellschaft (RCC) als Sammellager nutzen will, um dort Lieferungen in Höhe von 30000 Tonnen je anzusammeln, die dann als einmalige Lieferung verschifft werden sollen.

Die Anschaffung des Erzes berechnet sich auf etwa 833 Lkw-Sendungen. Pektranam erwägt auch die Bahn als alternatives Transportmittel, doch ist das letzte Ende der Bahnstrecke in die Hafenstadt immer noch nicht in Gebrauch. Gerade unlängst hatte Transportminister John Mutorwa anlässlich des Neustarts der Bahngesellschaft TransNamib die Hoffnung ausgesprochen, dass der Anschluss nach Lüderitzbucht bald Form annehme.

Indessen hat Pektranam laut Studie eingesehen, dass sie ihre Arbeitsmethoden wird ändern müssen. Demnach möchte das Unternehmen die von den Einwohnern monierten Auswirkungen auf die Umwelt in Acht nehmen und Lösungen finden. Eine der Lösungen sind die nunmehr geplanten 12 Lkws, die spezialgefedert vor Ort eingesetzt werden sollen, wenn zu gegebener Zeit das Erz vom Lager in den Hafen schaffen sollen. Das soll durch einen 24-stündigen Einsatz über drei Tage hinweg geschehen.

Die gesamte Studie kann unter diesem Link eingesehen werden: https://drive.google.com/file/d/1efP3SyepQbwaua0gnIdSbqAFgYsFF-Gi/view

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