17 Januar 2019 | Meinung

Pädagogisches Einerlei plus Kostenallüren

Jesslaik, das is net nich zu fassen! Omushamane Comräd David Namwandi, der vor wenigen Jahren in seiner Eigenschaft als Bildungsminister feurig die Abschaffung der Schulentwicklungsfonds - von Eltern betrieben und finanziert - verfochten und mit durchgesetzt hat, wendet sich jetzt wieder bettelnd an selbige Eltern. Omushamane Namwandi is jetzt sowahr wieder auf der Common-Sense-Ebene angekommen, aber er wagt´s nich, seinen Appell in konkretem Vorschlag auszudrücken, etwa, die Schulfonds wieder einzuführen.

Pardon werte Leserschaft! Wir müssen das Thema einfach noch einmal strapazieren. Omushamane Namwandi hat die mäßig bis schwach ausfallenden Grad-10- und Grad-12-Ergebnisse von 2018 wie folgt kommentiert: „Bildung ist eine gemeinsam geteilte Verantwortung. Es handelt sich nicht nur um die Verantwortung der Eltern oder des Schulministeriums. Es handelt sich um eine koordinierte Aufgabe. Wenn die Kinder versagen/durchfallen, haben auch Eltern versagt .“ Lehrer, Eltern und das Schulministerium stehen bei ihm in der gleichen Pflicht. Sein Wort in Gottes Ohr. Aber Namwandi selbst war es, der angemeldete Zweifel an der überheblichen, herablassenden Abschaffung der Schulfonds als unpatriotischen Einwand verspüren ließ.

Im Klartext: Namwandis großspurige Ankündigung, dass die Regierung, bzw. sein damaliges Ministerium die Leistung der privat finanzierten Schulfonds an allen Schulen ersetzen werde, wurde vom ersten Jahr der Abschaffung bis heute nich verwirklicht. Abgesehen vom bürokratischen Aufwand seines Ministeriums, dem seine damaligen und heutigen Beamten ohnehin nich gewachsen sind, alle Schulen termingerecht und fair mit Sondermitteln für Lehrmaterial und sonstigem Zubehör für kleine Instandhaltungsarbeiten etc. auszustatten, hatte sein Protz-Akt noch eine viel schlimmere Auswirkung.

Im zahlungsfaulen Namibia war die Mehrzahl der Eltern nur allzu froh, den Beitrag für den Schulfonds anderswo zu verwenden. Sie erhielten die Botschaft: der gute Swapo-Staat hat´s ja. „Also brauchen wir künftig auch f´kol für Schulbasar oder Großen Marsch zu leisten.“

Nochmal Klartext: Omushamane Namwandi und seine Genossen haben mit der Abschaffung im überheblichen Wahnsinn gutgläubige Eltern entmutigt, höchstens ein Minimum, wenn überhaupt ´was für die Schule zu leisten, denn Vater Staat tät´s toch besorgen. Omushamane Namwandi is mit seiner Abschaffung den ordentlich funktionierenden Schulen in den Rücken gefallen, indem er Eigeninitiative und den Einsatz von Eltern rundum dem Schulfonds verniedlicht und für überflüssig erklärt hat. Wie es sich erwiesen hat: ersatzlos!

Niemand soll Comräd Namwandi jetzt daran hindern, auch der bleddy Steinbock nich, klüger zu werden. Aber der Schaden is angerichtet. Zum Glück gibt´s findige Eltern an den Staatsschulen, die den von Genosse Namwandi & Co. eingebrockten Schaden wenigstens begrenzen konnten. Sein Appell zur Kooperation von Eltern, Lehrern und Ministerium klingt gut, sogar vernünftig, steht aber am Ende einer kläglich miserablen Geschichte pädagogischer Fehlgriffe.

Ovenduka unter den TOP 10

Kein Protest der landless people kann an der Tatsache rütteln, dass unsere Hauptstadt der Braven und Bravourösen auf der Kostenspirale der teuersten Städte in Afrika an sechster Stelle rangiert. Die Luxusinsel Mauritius schießt mit der Hafenstadt Port Luis den Vogel ab, gefolgt von Accra in Ghana, Boppa Mugabes und Emmersons Harare, dann Pretoria und Johannesburg sowie Hages Windhoek. Nach Ovenduka geht´s dann weiter mit Kapstadt, Port Elizabeth und Durban.

Wer in Ovenduka in der Mainstream-Gesellschaft mietet und ansonsten leben will , sollte N$ 36 300 im Monat verdienen, berechnen die Analytiker, so zitiert von der SUN. Damit, aber auch aus anderen Gründen wie Bevölkerungsüberschuss, isses klar: Die Squatterviertel wachsen weiter und brauchen stief Hilfe zur Selbsthilfe, aber wiederum nich jene Selbsthilfe, die mit den Mord- und Blutwaffen durchgesetzt wird, die der Polizeier auf dieser Seite vorzeigt.

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