31 Juli 2019 | Kommunikation

Paratus setzt aufs Stromnetz

Glasfaserkabel teilen: NamPower sichert ersten Grid-Online-Kunden

Glasfaser-Technik ist für moderne Kommunikationsanbieter ein Muss – doch eine entsprechende Infrastruktur ist äußerst kapitalintensiv. Daher setzt der private Dienstleister Paratus auf das vorhandene Netz des staatlichen Stromversorgers NamPower, der sich über ein Nebeneinkommen freut.

Von Nampa und Clemens von Alten

Windhoek

Paratus Telecom und NamPower haben am Montag in Windhoek einen Vertrag unterzeichnet, der dem privaten Kommunikationsanbieter erlaubt, das vorhandene Glasfasernetzwerk des staatlichen Energieversorgers zu nutzen. Somit ist Paratus das erste Unternehmen, das von NamPowers neuem Angebot, The Grid Online, Gebrauch macht.

„Der Dienst ist auf Telekommunikationsdienstleister und andere Großkunden ausgerichtet und wird Namibias zusätzlichem Breitbandbedarf entgegenkommen“, erklärt das Staatsunternehmen auf seiner Internetseite. Es sei das Ziel, allen Dienstleistern Zugang zu der Infrastruktur zu ermöglichen – „ob Start-ups oder bereits etablierte Firmen“. NamPower habe „erhebliche Summen“ in eigene Glasfaserkabel investiert,

die einen festen Bestandteil des nationalen Stromnetzes bilden. „Allerdings ist diese Infrastruktur nicht ganz ausgelastet und diese freie Kapazität kann von Kommunikationsdienstleistern genutzt werden“, heißt es. Und schließlich wird die „gemeinsame Nutzung vorhandener Infrastruktur“ von der Kontrollbehörde für Kommunikation (CRAN) gefördert, wie NamPower-Chef Kahenge Simson Haulofu bei dem Anlass betonte.

Paratus hat direkt zugeschlagen: „Die staatliche Telecom und der halbstaatliche Anbieter MTC nutzen bereits NamPowers Glasfasernetz, doch diese Übereinkunft ist auf ein vor Jahren schon unterzeichnetes Abkommen zurückzuführen“, erklärte gestern der Marketingchef John D'Alton auf AZ-Nachfrage. „Doch mit dem Grid-Online-Start wurde uns dieselbe Gelegenheit ermöglicht.“ Doch das ist leichter gesagt als getan: „Damit wir Zugang zu dem Netzwerk erhalten, müssen wir zunächst eine Glasfaserverbindung zum nächstnäheren Umspannwerk legen“, so D'Alton.

Diese Arbeit verlange dem Unternehmen eine „mehrere Millionen N$“ teure Investition ab, erklärte der Paratus-Hauptgeschäftsführer Barney Harmse am Montag. Ihm zufolge wurden bereits Verteilerstationen in Windhoek und Walvis Bay angeschlossen und „umfangreich“ getestet; als nächstes sollen die Sambesi- und Walvis-Bay-Umspannstationen folgen – mit der Arbeit habe der Dienstleister bereits begonnen.

Paratus Telecom wurde 2005 in Namibia gegründet. Der private Kommunikationsanbieter ist mit festen Außenstellen in Angola, Botswana, Mosambik, Sambia und Südafrika vertreten, während sein Netzwerk sich über mehr als 20 afrikanische Länder erstreckt.

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