07 Dezember 2016 | Politik

Opfergruppen an den Tisch

DTA zum Genozid-Dialog – Venaani trifft Merkel und Seehofer

Die Genozid-Verhandlungen und die Landreform wird der DTA-Präsident McHenry Venaani bei seinem Besuch in Deutschland ansprechen. Dort trifft er Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident Seehofer. Indes fordert auch die DTA eine Einbeziehung von Herero und Nama in den Genozid-Dialog.

Von Stefan Fischer

Windhoek

Heute beginnt der Präsident der Oppositionspartei DTA, McHenry Venaani, eine mehrtägige Deutschlandreise, die dem Aufbau und der Pflege von Kontakten gelte. Das kündigte Vipuakuje Muharukua, Sekretär für internationale Beziehungen bei der DTA, gestern in Windhoek an. Diesem Zweck hätten auch Reisen von DTA-Delegationen nach Ghana, Kenia, Senegal, Südafrika und Tansania in den vergangenen zwei Jahren gedient, hieß es.

In Berlin treffe Venaani, der vom Generalsekretär der DTA-Jugendliga, Bensen Katjirijova, begleitet wird, mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Es sei ein „sehr wichtiges Treffen“, kündigte die DTA an und nannte zwei „brennende Angelegenheiten, welche die Aufmerksamkeit unserer beider Nationen benötigen“: Die Völkermord-Debatte und die Landreform. Weitere Details wollte Muharukua auch auf Mediennachfrage nicht verraten, äußerte sich aber zur Position seiner Partei zum Genozid-Thema.

So akzeptiere die DTA zwar die Gespräche zwischen beiden Regierungen, wünsche sich aber die Einbeziehung der Herero und Nama in die Verhandlungen. „Sie sollten als gleichwertige Partner in den Verhandlungen mit am Tisch sitzen“, sagte der Sekretär über die Opfergruppen. Scharfe Vorwürfe richtete er dabei an die namibische Regierung wegen ihres „rhetorischen und arroganten Verhaltens“. Die Regierung gehe mit dem Völkermord „wie mit jedem anderen Ereignis in der Geschichte Namibias um“, so Muharukua. Die Reparationsforderungen sollten jedoch auf die Gruppen der Herero und Nama zielen, führte er aus. Und: „Unser Ziel ist der Nutzen für die zwei betroffenen Gruppen.“

Der DTA-Präsident werde sich auch in München aufhalten und dort den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer treffen, kündigte der DTA-Sekretär an. Außerdem soll Venaani am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaften sowie an der Schule für Politikwissenschaften (beide in München) Vorträge über „Afrikanische Erneuerung und den Reparationsfall der Namibier“ halten. Die Rückkehr sei am 15. Dezember geplant.

Gleiche Nachricht

 

Landfragen diskutieren

vor 12 stunden | Politik

Windhoek (fis) - Noch bevor die nationale Landkonferenz später im Jahr stattfindet, wollen die Herero-Chefs ein Gespräch mit Staatspräsident Hage Geingob führen. Das geht aus...

Ithana meldet Fortschritte

vor 12 stunden | Politik

Windhoek (ms) • Das Innenministerium hat im vergangenen Finanzjahr rund 64 Millionenen N$ an Bearbeitungsgebühren für Pässe, Visa und andere Bescheinigungen eingenommen.Das hat Innenministerin Pendukeni...

Hohes Maß an Ungleichheit

vor 19 stunden | Politik

Windhoek (nic) – Nicht nur in Afrika, sondern auch weltweit hat Namibia eines der höchsten Niveaus an sozialer Ungleichheit. Dies sagte die namibische UN-Koordinatorin Kiki...

Bei Pressefreiheit abgerutscht

vor 22 stunden | Politik

Windhoek/Berlin (fis) – Trotz Verlusten im globalen Vergleich bleibt Namibia beim Niveau der Pressefreiheit Spitzenreiter in Afrika. Das geht aus dem Jahresbericht der Organisation Reporter...

Evangelische Kirche bittet um Vergebung

vor 1 tag - 26 April 2017 | Politik

Von Stefan Fischer, Windhoek/Hannover Bei Namibia-Besuchen der EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber (2008) und Nikolaus Schneider (2012) haben diese vor Ort die Ereignisse des Kolonialkrieges von damals...

Geingob eröffnet Handelsmesse in Bulawayo

vor 1 tag - 26 April 2017 | Politik

Windhoek/Harare (fis) - Zu seiner ersten Reise nach Simbabwe als Staatsoberhaupt wird Namibias Präsident Hage Geingob heute aufbrechen. Wie sein Büro in der Staatskanzlei gestern...

„Vergib uns unsere Schuld“

vor 1 tag - 25 April 2017 | Politik

Berlin/Hannover (kb) - Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat sich mit einem Schuldbekenntnis und der Bitte um Vergebung an die Nachfahren der Opfer des...

Geingob reist nach Simbabwe

vor 1 tag - 25 April 2017 | Politik

Windhoek (fis) – Namibias Präsident Hage Geingob wird morgen zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Simbabwe aufbrechen. Wie das Staatshaus heute Vormittag mitteilte, sei die Stärkung...

Alle Mittel für Rentner und Behinderte

vor 2 tagen - 25 April 2017 | Politik

Von Clemens von Alten, WindhoekInsgesamt wurden im aktuellen Haushalt dem Ministerium für Armutsbekämpfung und Sozialfürsorge 3,28 Milliarden N$ für das Finanzjahr 2017/18 zugesichert. „Von...

Muyongo opponiert Rückkehr

vor 2 tagen - 25 April 2017 | Politik

Windhoek (NMH/ste) - Die Bekanntmachung der Innenministerin Pendukeni Iivula-Ithana, dass der Staat mehr als 10 Millionen N$ für Repatriierungskosten bereithalte, damit die verbliebenen Sezessionisten aus...