15 Dezember 2010 | Wirtschaft

Ohorongo Cement zeigt sich "überrascht"

Windhoek - Die Zementfabrik Ohorongo ist nach eigenen Angaben "sehr überrascht" über die Entscheidung der Namibischen Wettbewerbskommission (NCC), die kürzlich der Fusion zwischen Ohorongo Cement und dem Zementvertriebsunternehmen Afrisam eine Absage erteilt hat. "Wir sind verwirrt. Wir dachten, es wäre Namibias Wunsch, die eigene Zementlieferung und den -vertrieb zu kontrollieren", heißt es in einer Erklärung von Ohorongo zur NCC-Entscheidung.

Die Wettbewerbskommission hatte ihre Sorgen hinsichtlich einer Fusion wie folgt formuliert. "Die Fusion würde beiden Parteien eine starke Marktposition verleihen, wodurch sie in der Lage wären, die Vorratshaltung und die Zementpreise unabhängig von ihrer Konkurrenz zu bestimmen." So könne der Wettbewerb des Zementmarktes verzerrt werden, heißt es in einer schriftlichen Begründung.

Die Wettbewerbskommission ist zudem besorgt darüber, dass der Vertrag zwischen den beiden Unternehmen dazu führen könnte, dass Afrisam Zement unter der Leitung und der Marke von Ohorongo verkaufen und vertreiben würde. "Es war nie unsere Absicht, dass Afrisam unserer Produkte vertreiben soll", erklärte indes Ohorongo. Es sei außerdem klar in den Unterlagen erläutert, dass Ohorongo weiterhin die volle Kontrolle über den gesamten Prozess und alle Management-Entscheidungen haben werde.

Doch die Wettbewerbshüter bleiben bei ihrer Entscheidung. Die NCC argumentiert, dass die vorgeschlagene Fusion dazu führen könne, dass entweder der Wettbewerb geschwächt oder der Handel oder die Dienstleistungen eingeschränkt werde. Als Reaktion auf die Entscheidung erklärte Ohorongo: "Es steht noch nicht fest, wie wir in dieser Sache weiter vorgehen; wir werden uns erst entscheiden, nachdem wir eine detaillierte Analyse der Dokumente und Umstände durchgeführt haben."

Bergbauminister Isak Katali steht hinter der NCC-Argumentation zur Vermeidung einer Monopolbildung, die stets eine Preiserhöhung zur Folge habe. "Wenn das der Grund für die Entscheidung war, dann unterstütze ich diese. Es ist wichtig, dass wir einen konkurrenzfähigen Preis haben", sagte Katali dieser Tage auf Mediennachfrage.

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