31 Oktober 2007 | Leserbriefe

NWR am besten privatisieren

Ich muss schon sagen, Carsten Möhle hat mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen und mit diesem Leserbrief nicht nur meine, sondern mit großer Sicherheit auch die Zustimmung vieler anderer Touristen und Tourguides gewonnen. Es ist schlichtweg eine Zumutung und Unverschämtheit, wie sich NWR (Namibia Wildlife Resorts) seiner Klientel gegenüber verhält. Hier ist es nicht mehr verwunderlich, dass viele Touranbieter in Kenntnis der Sachlage die Rastlager im Etoscha-Park zu Übernachtungszwecken gar nicht mehr anfahren, sondern die Gemütlichkeit und den guten Service der in aller nächster Nähe des Parks gelegenen Lodges und Camps zu genießen wissen.

Ich habe in der Vergangenheit viele Leserbriefe von nach Deutschland zurückgekehrten Touristen gelesen, die unser schönes Land genossen haben, aber jeweils kein gutes Haar am Zustand sowie am allgemeinen Service der staatlichen Rastlager in Etoscha und auch anderswo gelassen haben. Lesen die Leute von NWR denn keine Leserbriefe in der Allgemeinen Zeitung, weil dort niemand der deutschen Sprache mächtig ist?

Tobie Aupindi, Sebulon Chicalu und Andere haben doch alle "Universitätsabschlüsse" und "Bachelor Degrees". Da wäre es doch von Vorteil, wenn man denn schon im Tourismus tätig ist und hauptsächlich deutsche Kundschaft zu betreuen hat, dass man zumindest halbwegs die Sprache der Gäste beherrscht. NWR sollte sich einmal ein Beispiel an privat geführten Lodges im Land nehmen. Besonders möchte ich Lodges und Hotels wie Etoscha Aoba, Ai Aiba, Canyon Lodge, Rostock Ritz, Heinitzburg, Hansa Hotel und Europahof anführen, wo das afrikanische Servicepersonal ein erwähnenswert gut verständliches Deutsch beherrscht - sei es nun in der ehemaligen DDR oder hier im Land erlernt worden. Das wissen auch unsere Touristen zu schätzen und kommen gern wieder.

Ich konnte und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das NWR-Personal, angefangen vom Geschäftsführer über Empfangs- und Buchungsmitarbeiter bis zum letzten Kellner mit einem Düsenjäger durch den Crashkurs einer Hotelfachschule geflogen ist. Dieses war schon immer so und daran wird sich auch niemals etwas ändern. Nein, verehrter Herr Aupindi, mit der Einstellung Ihrer Angestellten "Arbeit geh` weg, ich komme" können Sie auch in Namibia keinen Blumentopf gewinnen. Ihre zukünftigen Umsatzzahlen werden Ihnen, und das wünsche ich mir von Herzen, die Schamesröte ins Gesicht treiben.

Vor drei Jahren traf ich in Namutoni einen befreundeten Hotel- und Safariunternehmer, der, als wir über die allgemeinen Zustände der staatlichen Rastlager sprachen, sagte: Jochen, wenn wir beide den Laden hier übernehmen könnten, wir würden nach nur einem Jahr Millionäre sein. Machbar ist alles, aber man sollte sein Geschäft verstehen. Darum wäre es nötig, NWR zu privatisieren und es Leuten zu überlassen, welche vom internationalen Tourismus und Gastgewerbe-Geschäft etwas verstehen. Aber bitte nicht wieder die typisch namibische Cliquen- und SWAPO-Wirtschaft, welche man ja allerorten antrifft; denn dann geht salopp gesagt die Sache wieder in die Hose und es wäre alles beim Alten geblieben.

Jochen Meier (Tourguide), Otjiwarongo

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