10 November 2021 | Politik

Nur wenige Staatsunternehmen profitabel

Zahlreiche Firmen stellen zu wenig Informationen bereit

Das IPPR hat, wie jedes Jahr, die Leistung der 20 namibischen Staatsunternehmen evaluiert und vor allem NamPower, MTC und Nampost ein positives Zeugnis ausgestellt. Die Corona-Pandemie hatte jedoch signifikante Auswirkungen.

Von Katharina Moser, Windhoek

Das Institut für Öffentliche Politforschung (IPPR) in Namibia hat ihre jährliche Auswertung der Leistung von namibischen Staatsunternehmen herausgegeben und ihre mangelnde Disziplin kritisiert, ihre jährlichen Finanzberichte pünktlich einzureichen. Das Ranking basiert auf den Kriterien Zugang zu Information, in Form von Jahresberichten, Rentabilität, die Zahlung von Steuern und Dividenden, Unterstützung durch die Regierung, Investitionen, die Geschäftsführung und der Vorstand, bestehende Ermittlungen und Korruption sowie Sonstiges.

Im diesjährigen Ranking liegt NamPower mit einem Wert von 98 vorne, gefolgt von MTC und NamPost. IPPR beschrieb die Firmen als gut betrieben und lobte ihre Rentabilität. NamPower investiere in die Zukunft und stelle vorbildhaft Informationen bereit. MTC dominiere Namibias Markt und lasse als Monopol keinen Raum für Wachstum. „Die eigentliche Frage ist, ob ein staatliches Monopol der beste Weg ist, Namibiern wettbewerbsfähige und innovative Telekommunikationsdienste bereitzustellen, und ob der Verkauf eines Teils an private Anteilseigner eine gute Idee ist, da es derzeit keinen Wettbewerb gibt. Ein besserer Ansatz könnte sein, zwei oder mehr dynamische Akteure des Privatsektors zu fördern und dafür zu sorgen, dass sie unter gleichen Wettbewerbsbedingungen auf dem Feld konkurrieren“, so IPPR.

Auch Namdia, das sich auf Rang fünf befindet, wurde von dem Institut kritisiert: Namdia schneidet bei den meisten Kriterien sehr gut ab, allerdings bleiben wichtige Fragen über die Unterbewertung von Diamanten in der Vergangenheit offen. Es ist nicht bekannt, wie der Bericht des Ministers für öffentliche Unternehmen an den Präsidenten in dieser Angelegenheit ausgefallen ist“, so der Bericht. „Es bleiben wichtige Fragen offen, nicht nur über die Art und Weise, wie das Unternehmen geführt wird, sondern auch über die grundlegende Rolle des Unternehmens, da es in den Bereich des Diamantenschleifens und -polierens abzudriften scheint, während seine Gewinnspannen immer sinken.“ Meatco auf Platz acht wiederum ist ebenfalls positiv bewertet. „Wie die Rechnungsprüfer jedoch betonen, benötigt sie dringend eine Strategie, die sie langfristig finanziell tragfähig macht.“

In der Kritik steht auf der anderen Seite TransNamib, das auf vielen Ebenen schlecht dastehe. „Die Berichte über die Geschäftsleitung und den Vorstand sind weiterhin chaotisch, und es gibt kaum Anzeichen dafür, dass der neue Geschäftsplan umgesetzt wird.“ Ebenso erfülle auch NIDA alle Kriterien nicht. Am schlechtesten stehen zuletzt Henties Bay Waterfront, Zambezi Waterfront und die Roads Contractor Company da, die vor allem keine Informationen über ihr Geschäftswesen bereitstellen.

IPPR stellte allerdings klar, dass sämtliche Staatsunternehmen unter der Corona-Pandemie gelitten hätten. Insgesamt seien daher nur sieben von 20 Firmen in den letzten Jahren tatsächlich profitabel gewesen.

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