08 Juli 2010 | Lokales

NUNW verlässt BIG-Koalition

Windhoek - Der Gewerkschaftsdachverband soll "die Beteiligung (...) an den Aktivitäten der BIG-Koalition unverzüglich beenden", erklärte gestern NUNW-Generalsekretär Evilastus Kaaronda in Windhoek. Er informierte damit über die Beschlüsse des NUNW-Zentralkomitees, das am Wochenende in der Hauptstadt getagt hatte.

Kaaronda bestätigte auf Nachfrage, dass der Rückzug "mit sofortiger Wirkung" erfolge. Als Begründung gab er einen Richtungswechsel in der Denkweise der Gewerkschafter an, was die Auszahlung eines Grundeinkommens zur Bekämpfung von Armut angeht. "BIG ist ein guter Weg, aber wir wollen den besten Weg", sagte er. Und: "Es ist der falsche Ansatz." Man wisse, wie Armut zustande komme und welche Strukturen greifen müssten, um aus dieser Situation herauszukommen. Viel wichtiger sei es deshalb, die Ökonomie umzustrukturieren, um Arbeitsplätze und somit Wohlstand zu schaffen. Als Beispiele nannte Kaaronda die Beteiligung von Namibiern an Unternehmen, Aufträgen und Bergbaulizenzen. "Die reine Verteilung von Einkommen lenkt uns davon ab", begründete der Generalsekretär.

"Wenn man Wohlstand schafft, braucht man nicht mehr Einkommen verteilen, denn dann können die Menschen selbst dafür sorgen", führte Kaaronda aus. Dies habe Präsident Hifikepunye Pohamba im Sinn gehabt, als er im April während seiner Rede zur Lage der Nation der landesweiten Einführung von BIG eine Absage erteilt und auf die Gefahr hingewiesen hat, dass dies eine gewisse Abhängigkeit schaffen kann (AZ berichtete). Hingegen werde das BIG-Konzept von NUNW nun so interpretiert: "Man lässt alles wie es ist, gibt den Menschen 100 Dollar pro Monat und hofft, dass dies reicht."

In einer ersten Stellungnahme reagierte die BIG-Koalition verärgert über den Rückzug des Gewerkschaftsdachverbandes. "Das ist ein absoluter Schock und eine Enttäuschung für die Armen dieses Landes", erklärte Petrus Khariseb, Direktor der Abteilung für soziale Entwicklung bei der Evangelischen Kirche ELCRN, dem Initiator der BIG-Koalition, gestern auf AZ-Nachfrage. Die Entscheidung der Gewerkschaftsspitze bezeichnete er als "Fehler", sie entspreche nicht dem Mandat von NUNW für die arme Bevölkerung.

Khariseb bezweifelte, ob der Rückzug aus der BIG-Koalition der Mehrheit der NUNW-Verbände und somit -Mitglieder entspreche, denn diese könnten sich erst beim Gewerkschaftskongress im September dazu äußern. Die Entscheidung bediene eher "die Interessen einiger reicher Politiker", die nach der Absage Pohambas "ihren Einfluss geltend machen wollen", so der Kirchenmann. Abschließend kündigte er an, dass die BIG-Koalition ihre Arbeit und Bestrebungen zur landesweiten Einführung des Grundeinkommens fortsetzen werde.

Gleiche Nachricht

 

Anspruch auf Ahnenland wird analysiert

vor 3 tagen - 16 Mai 2019 | Lokales

Von Marc Springer, WindhoekWie der Vorsitzende des Gremiums, Richter Shafimana Ueitele, gestern mitteilte, habe die am 21. Februar von Präsident Hage Geingob eingesetzte Kommission die...

Save the Rhino Trust erhält prominente Unterstützung

vor 4 tagen - 15 Mai 2019 | Lokales

Windhoek (nic) - Das international bekannte Model Behati Prinsloo hat vor kurzem Glanz und Glamour mit Staub, rauen Boden und brütender Hitze getauscht – und...

Einwohner von Rehoboth protestieren gegen Stadtrat

vor 5 tagen - 14 Mai 2019 | Lokales

Rund 200 Bewohner des sogenannten Block E in Rehoboth haben am vergangenen Freitag gegen vermeintlich mangelhafte Dienstleistungen ihrer Stadtverwaltung demonstriert. Als Anlass diente ihnen dabei...

Gunnar Jensen verstorben

vor 6 tagen - 13 Mai 2019 | Lokales

Windhoek (ste) - Der bekannte Windhoeker Geschäftsmann Gunnar Jensen ist am vergangenen Samstag im Alter von 55 Jahren verstorben. Jensen hatte an dem Otjiwa Mountain...

Informationsreise nach Deutschland

1 woche her - 10 Mai 2019 | Lokales

Die Chefkuratorin des namibischen Nationalmuseums Nzila Marina Mubusisi (links) wird zu einem Informationsbesuch zum Thema „Kulturgüter in Deutschland und weltweit erhalten und schützen“ nach Deutschland...

Innenministerium gehen Passbücher aus

1 woche her - 09 Mai 2019 | Lokales

Das Innenministerium läuft offenbar Gefahr, dass ihm die Passbücher ausgehen, weil nicht rechtzeitig Nachschub beim Lieferanten in Deutschland bestellt wurde. Das berichtet die Nachrichtenagentur Nampa...

Erste Details zu Dürrehilfe

1 woche her - 09 Mai 2019 | Lokales

Windhoek (ms) – Das Landwirtschaftsministerium hat zusätzliche Details zu dem von der Regierung aufgelegten Dürre-Hilfsprogramm bekanntgegeben und dabei konkrete Beträge genannt, die für einzelne Teilbereiche...

Pressefreiheit im namibischen Kontext

1 woche her - 08 Mai 2019 | Lokales

Von Frank Steffen, Windhoek Grundsätzlich ging es der Namibischen Universität für Wissenschaft und Technologie (NUST) darum, den Studenten der NUST die Gelegenheit zu geben, einerseits...

Notstand verhängt

1 woche her - 07 Mai 2019 | Lokales

Windhoek (ms) – Präsident Hage Geingob hat gestern die Dürre im Lande formal zu einem nationalen Notstand erklärt. In einer nur drei Absätze umfassenden Erklärung...

Zentralbank warnt vor Scheinfirma

1 woche her - 07 Mai 2019 | Lokales

Windhoek (ms) – Die Zentralbank (BoN) hat das Geschäftsmodell des Unternehmens Karatbars International als sogenanntes Pyramidensystem klassifiziert und sämtlichen daran beteiligten Firmenvertreter und Kunden dringend...