15 Mai 2013 | Kommentar

Noch eine Tourismus-Schlappe

Mit der Überteuerung vieler Lodges und staatlicher Rastlager im Etoscha-Nationalpark gewinnt die sporadische Kampagne zur Förderung des Inland-Tourismus immer mehr Bedeutung für jene Gästefarmen und Fremdenverkehrsbetriebe, die sich bemühen, einheimischen Urlaubern und Naturfreunden eine preiswerte Alternative zu bieten. Auch der namibische Kleinverdiener soll Freude an den einzigartigen Sehenswürdigkeiten seines Landes haben. Allerdings muss bei jedermann umweltschonendes Verhalten gefordert und durchgesetzt werden. Ohne Frage ist der Brandberg ein besonderes Kleinod, ein Welterbe, dessen Natur und Felsmalereien größtmöglichen Schutz verdienen, für heute und für die Nachwelt. Dass Polizisten, Angestellte und Mitglieder des Denkmalsrates jetzt aber nach Willkür Bergsteiger belangen und dabei keine Ahnung haben, nach welcher Verordnung, nach welchem Gesetz sie den Zutritt zum Berg verwehren wollen, spottet jeder Beschreibung. Der Denkmalsrat und das Tourismusministerium sind dringend gefordert, für den Brandberg ein klares, besucherfreundliches Regelwerk aufzustellen, um den unwürdigen Zustand bürokratischer Stümperei und Inkompetenz zu beenden. Eberhard Hofmann

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