23 Dezember 2002 | Wirtschaft

Niedrigere Zinsraten möglich

Eine Senkung der Zinsraten ist in 2003 zu erwarten. Dies gab das namibische Wirtschaftsforschungsinstitut (Nepru) jetzt im Rückblick auf das vergangene Quartal bekannt.

Windhoek - Eine richtige Prophezeiung zu machen, sei auf Grund der Anfälligkeit des Rands für Schwankungen jedoch sehr schwierig. Die südafrikanische Währung habe seit Dezember vergangenen Jahres einen Wertzuwachs von insgesamt 35 Prozent erreicht und sei in diesem Jahr damit die stärkste Währung gegenüber dem US-Dollar. "Diese Wertsteigerung könnte den Inflationsanstieg im kommenden Jahr reduzieren und somit den Weg für eine Senkung der Zinsraten freiräumen", so die Nepru in ihrem neusten "Quarterly Economic Review".


Um die Inflationsraten zu bremsen, wurden die Zinsraten in diesem Jahr viermal erhöht. Von Januar bis September 2002 ist der Leitzins von 14 auf 17,5 Prozent angestiegen. Die Inflation in Südafrika lag im Oktober bei 12,5 Prozent, also weit mehr als die drei bis sechs Prozent, die für 2002 anvisiert wurden. Im selben Monat verzeichnete Namibia eine Inflation von 13,3 Prozent. Laut der Nepru sei diese hohe Rate hauptsächlich dem tiefen Fall des Rand im Jahr 2001 und der Nahrungsmittelknappheit im südlichen Afrika in diesem Jahr zuzuschreiben.


Die von der Regierung für 2003 geplanten Zusatzabgaben auf Exporte von Lebendvieh und unverarbeiteten Fellen hat Nepru als ein "bürokratisch und teures" Steuersystem bezeichnet. Das für den Export bestimmte Vieh soll mit 15 Prozent und Felle mit 30 Prozent besteuert werden. Ziel dieses Systems ist es, die örtliche Produktion in diesen Bereichen zu erhöhen und Arbeitsplätze zu schaffen.


Ein Abkommen auf freiwilliger Basis zwischen Farmern und dem Staat, bei dem Farmern eine Exportlizenz nur dann gegeben wird, wenn sie die gleiche Zahl von Vieh in Namibia schlachten lassen, sei hingegen eine Alternative, die erwägt werden sollte, so das Wirtschaftsinstitut. Nepru wies darauf hin, dass die Qualität von Fellen verbessert werden müsste, wenn die Produktion hier zu Lande angekurbelt und der namibische Ledermarkt wettbewerbsfähiger gestaltet werden soll. Ansonsten würde die Zusatzsteuer kaum etwas bringen.


Das Forschungsinstitut kritisierte ebenfalls die mangelhaften Vorbereitungen in den Verhandlungen um Handelsabkommen mit der Europäischen Union (EU). Namibia müsse sich entscheiden, ob es eine wirtschaftliche Partnerschaft mit der EU als Teil der Sacu (Zollunion des südlichen Afrikas) oder der Sadc (Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrikas) eingehe. Nach Meinung der Nepru sei die beste Möglichkeit für Namibia, ein Handelsabkommen mit der EU entweder über die Sacu zu schließen, oder zu versuchen, dass das Abkommen zwischen Südafrika und Europa auch auf Namibia erweitert wird.

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