27 Mai 2019 | Meinung & Kommentare

NHE treibt vor sich hin

Die Nationale Wohnungsbaugesellschaft NHE hat bekanntgegeben wie viele Wohnungen demnächst erbaut werden sollen – mehr als dreitausend Häuser.

Vor nicht allzu langer Zeit war die AZ Zeuge einer Diskussionsrunde in den Räumlichkeiten des Instituts für öffentliche Politforschung IPPR, an der die Aktivistengruppe „Affirmative Repositioning“ (AR), der Vizeminister für städtische und ländliche Entwicklung und eine Vertreterin des sogenannten „Build-together“-Programmes teilnahmen. „Nennt mich einen Revolutionär so lange ihr wollt, aber ich werde alles daransetzen, dass meine Kinder nicht im selben Milieu aufwachsen wie ich. Es ist einfach nicht akzeptabel, wenn ganze Familien in einer kleinen Blechhütte wohnen müssen“, machte Job Amupanda von der AR seinen Standpunkt klar und führte den Vizeminister ein Stück weit vor.

Denn er konnte durch eine Frage-Antwort-Serie zeigen, dass die vielen Frauen, die an den Selbsthilfe-Programmen teilnehmen, sich über Zeit hinweg ihre Wohnungen ohne Staatshilfe erbaut hatten. Nicht so viele wie der Staat, aber mit dem Unterschied, dass diese erschwinglich und abgezahlt waren.

Im Grunde hatte es die erste Ministerin für städtische und ländliche Entwicklung, Dr. Libertina Amathila, doch erfolgreich vorgeführt, als sie gleich nach der Unabhängigkeit Massen an Blechbuden abreißen und den Leuten stattdessen ein Fundament und eine Zementfläche gießen ließ und ihnen die basischen Anschlüsse ermöglichte. Anfangs standen dort erneut „Kambashus“, doch heute sind es ordentliche Wohnungen. Jeder finanzierte den Bau nach seiner Fasson – und genau darum bat erneut die Vertreterin des Hilfsprogrammes: „Wir wollen keine teuren Häuser, die wir uns nicht leisten können und die uns von der NHE wieder abgenommen werden. Verhelft uns zu einem Grundstück und wir schaffen den Rest.“

Plant die NHE jetzt erneut Wohnungen, die danach jahrelang leer stehen – siehe Otavi, Rundu, usw.? So nehmen die Blechbuden täglich zu und NHE verfehlt weiterhin ihren Zweck.

Von Frank Steffen

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