24 November 2021 | Tourismus

Neustart für Tourismus

Mit neuem Rettungsplan das Vertrauen von Reisenden gewinnen

Die Regierung meint es mit dem neuen Tourismus-Rettungsplan ernst. Der Plan soll bereits im ersten Quartal 2022 implementiert werden und beinhaltet deutliche, politische Interventionen und drastische Änderungen. Unter anderem soll die zentrale Küste Namibias Tourismushochburg werden.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund

Knapp anderthalb Jahre nachdem die Coronakrise die Tourismusbranche in die Knie gezwungen hat, arbeitet die Regierung an einem Rettungsplan. Das Dokument soll anschließend vom Kabinett verabschiedet werden und mittels deutlicher Änderungen den namibischen Tourismus ankurbeln. Der erste Entwurf wird in den kommenden Wochen landesweit sämtlichen Interessenträgern präsentiert. Die erste derartige Zusammenkunft fand gestern in Swakopmund statt.

„Wir müssen nicht lange um den heißen Brei reden. Die Folgen der Pandemie waren katastrophal“, sagte Sebulon Chicalo, Direktor für Tourismus und Kasinos im zuständigen Tourismusministerium (MEFT), gestern. Ihm zufolge soll der Plan zwischen 2022 und 2024 durchgeführt werden, denn internationale Organisationen rechnen damit, dass sich die Branche ab 2024 wieder erholt hat. In dem Entwurf sind fünf „strategische Interventionen“ aufgelistet und „14 Programme“, die die Regierung mit dem Privatsektor initiieren will. „Wir können nicht auf die Regierung warten und wir müssen einander die Hand reichen“, sagte Chicalo. Denn: „Es bieten sich viele Möglichkeiten, den Sektor neu zu starten.“

Der Schwerpunkt des Plans liegt unter anderem beim „aggressiven, internationalen Marketing“, um Touristen aus neuen Quellmärkten zu locken - dies soll 100 Mio. N$ kosten. Unter anderem wolle man mehr Internationale Fluglinien locken, Namibia auf internationalen, renommierten Online-Plattformen, wie zum Beispiel Netflix, vermarkten und die Einreise für Touristen bzw. das Erstellen von Visa erleichtern. Außerdem sollen Zoll- und Einreisebeamte in den Bereichen Kundenbetreuung und -service geschult werden, denn „da Touristen als erstes Kontakt mit Einreisebeamten haben, muss dieser erste Eindruck stimmen.“

Destination Swakopmund

Eine weitere drastische Änderung: Swakopmund bzw. die zentrale Küste soll konkret Namibias Tourismus-Drehscheibe werden. Unter dem Motto „Destination Swakopmund“ will man Fluglinien „so schnell wie möglichen“ animieren, Walvis Bay statt den Internationalen Hosea-Kutako-Flughafen anzufliegen. „Windhoek bleibt Namibias politische Hauptstadt, aber Erongo soll das Tourismus-Zentrum werden“, sagte Chicalu.

Die Regierung will zudem das Erfassen von Daten modernisieren, denn „mit korrekten Statistiken kann man auch vernünftig planen“. Der Direktor kritisierte die Tatsache, dass es aktuell keine ausreichenden Daten und Statistiken über den Tourismus gibt: „Korrekte Daten sind in Namibia Mangelware“. Er nannte ein Beispiel: Keine Instanz kann den Inlandstourismus quantifizieren.

„Wir müssen schnell handeln.“

Im Zusammenhang mit dem transnationalen Park KAZA nannte Chicalu die „schnelle Umsetzung eines grenzübergreifenden Visa (UniVisa)“ sowie den Ausbau des Mpacha-Flughafens in Katima Mulilo zum internationalen Flughafen. „Wenn wir nicht schnell handeln, dann übernehmen unsere Nachbaren (z.B. Botswana) das Geschäft“, sagte er.

In dem Plan werden auch Initiativen aufgelistet, die den lokalen und regionalen Tourismus zu fördern sollen, unter anderem günstigere Eintrittsgebühren für Nationalparks und noch mehr. Aber auch wohlhabende Touristen will man locken. „Reiche Touristen haben Geld, aber keine Zeit. Wir wollen es sogenannten Fly-In Safari Unternehmen ermöglichen, künftig direkt im Etoscha-Nationalpark (bei Okakuejo oder Namutoni) zu landen“, sagte Chicalu. Abschließend fügte er hinzu: „Dieser Plan beinhaltet viele Änderungen. Aber er muss auch umgesetzt werden - und das sehr schnell.“

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