08 Juli 2020 | Geschäft

Neustart für Langer Heinrich

Uranmine wieder hochzufahren, kostet 81 Millionen US-Dollar

Die eingemottete Uranmine Langer Heinrich soll wieder in Betrieb genommen werden, was sich die Besitzer rund 81 Millionen US-Dollar kosten lassen. Die Investition lohnt sich, weil die Pandemie die Lieferungen von Uranoxid beeinträchtigt, was auf dem Weltmarkt einen Preisanstieg zur Folge hat.

Von Erwin Leuschner

Swakopmund/Perth

Der alleinige Fokus von Paladin liegt auf dem Neustart der weltweit bedeutenden Langer-Heinrich-Uranmine“, teilte Geschäftsführer Ian Purdy jetzt mit. „Unsere vorhandene Infrastruktur und die zehn Jahre lange Erfolgsgeschichte bieten Paladin die Gelegenheit, schnell in den sich verbessernden Uranmarkt einzusteigen.“

Paladin besitzt 75 Prozent der Langer-Heinrich-Uranmine. Die übrigen 25 Prozent gehören dem Unternehmen CNNC Overseas Uranium Holding Limited, das wiederum eine Tochterfirma von China National Nuclear Corporation (CNNC) ist. Die Langer Heinrich-Uranmine war seit dem Jahr 2007 in Betrieb und hat insgesamt mehr als 43 Millionen Pfund Uranoxid verkauft. Die Produktion wurde im August 2018 eingestellt, nachdem der Uranpreis auf ein Rekordtief gefallen war (AZ berichtete).

Seit Jahresbeginn ist der Uranpreis allerdings deutlich gestiegen. Lag der Preis im Januar noch bei 25 US-Dollar pro Pfund, ist jener nun auf 34 US-Dollar und somit um mehr als 36 Prozent gestiegen. „Seit dem Atomunfall von Fukushima war der Uranpreis um rund 60 Prozent eingebrochen“, sagte Purdy und erklärte, dass das derzeitige Uranangebot die aktuelle Nachfrage nicht decken könne. Ihm zufolge befinden sich weltweit 135 neue Kernreaktoren im Bau, die bis 2040 den Bedarf weiter erhöhen werden.

Für Paladin ergebe sich so eine ideale Gelegenheit, da die nötige Infrastruktur bereits vorhanden sei. Für einen Neustart sei dennoch eine Investition in Höhe von 81 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 1,38 Milliarden N$) erforderlich. Davon seien 34 Mio. US-Dollar für Wartungsarbeiten an der Anlage, für den Erwerb von Reagenzien, Ersatzteilen und sonstigem Betriebskapital sowie die Rekrutierung von Arbeitskräften und die Mobilisierung von Auftragnehmern vorgesehen.

Mit dem Restbetrag (47 Mio. US-Dollar) wolle Paladin die Anlage ausbauen und erweitern. Unter anderem soll vor allem die Zuverlässigkeit der Anlage erhöht und mehrere „bekannte Probleme“ behoben werden. Dazu gehöre das Ersetzen von defekten Rohrleitungen. Zudem gebe es andere strukturelle und elektrische Probleme, die behoben werden sollen. Wie der Geschäftsführer ankündigte, soll so die Produktion der Mine von 85 Prozent auf 95 Prozent gesteigert werden.

Obwohl Purdy kein Datum für den Neustart der Mine bekannt gibt, listet er einen groben Zeitplan. Demnach hat sich Paladin das Ziel gesetzt, binnen sechs Monaten 80 Prozent der vollständigen Produktion zu erreichen. Nach insgesamt einem Jahr soll die Mine dann wieder vollständig im Betrieb sein. Ferner habe sich die Firma das Ziel gesetzt, während der ersten sieben Jahre 5,9 Mio. Tonnen Pfund Uranoxid (pro Jahr) zu fördern. Die Lebensdauer der Mine schätzt er auf 17 Jahre.

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