12 Dezember 2018 | Natur & Umwelt

Neues Zaun-Konzept gesucht

Geplante Umgrenzung für Etoscha-Park zu teuer – nun muss Alternative her

In zehn Jahren Arbeit hat das Umweltministerium gerade einmal auf einer Strecke von 120km jenen Zaun errichtet, der den Etoscha-Nationalpark gänzlich ein- und ausbruchsicher machen soll. Für die verbleibenden 720km fehlt jedoch das Geld. Gesucht wird jetzt eine kostengünstigere Alternative.

Von Nina Cerezo, Windhoek/Etoscha-Nationalpark

Es sei womöglich einer der Gründe, warum die Zaunarbeiten um den Etoscha-Nationalpark so langsam vorangehen würden und schlussendlich zu der gegenwärtigen Verzögerung geführt hätten, heißt es in einer gestern erschienenen Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt und Tourismus (MET). Gemeint sind damit die Kosten für jene Abgrenzung, die dafür sorgen soll, den Park einerseits ausbruchsicher für jegliche Tiere – auch für Elefanten – zu machen, sowie andererseits auch Wilderern das Eindringen auf das Parkgelände unmöglich zu machen. Bislang seien gerade einmal 120 Kilometer von insgesamt 840 geschafft, lautet es weiter und dies habe bereits zehn Jahre in Anspruch genommen.

„Die Konstruktionskosten für die angestrebte Zaun-Art sind einfach zu teuer“, erklärte MET-Pressesprecher Romeo Muyunda in der Mitteilung. Daher wolle das Ministerium nun seine Strategie ändern und eine Zaunvariante finden, die zwar den gleichen Ansprüchen genüge, grundsätzlich aber billiger sei. „Wir haben daher mit einem Benchmarking-Prozess begonnen, bei dem wir auf der Suche nach einer Alternative, verschiedene Abgrenzungen von Privatfarmen und Wildtierreservaten in Namibia und Südafrika unter die Lupe nehmen“, lautet es in der Mitteilung. Nach dem Begutachtungsverfahren wolle das Ministerium schließlich ein „angemessenes“ Design entwickeln, das dann beim Etoscha-Nationalpark Anwendung finden soll. Der Prognose zufolge solle dabei ein Kilometer Zaun maximal 240000 N$ kosten, inklusive der Material- und Arbeiterkosten. Zum Vergleich: Beim bisherigen Modell waren 690000 N$ pro Kilometer kalkuliert, was sich bei der ausstehenden Länge von 720 km auf insgesamt rund 491 Millionen N$ summiert hat (AZ berichtete). Der neuen Kalkulation zufolge wären dies nun 172,8 Millionen N$. Bezüglich des zeitlichen Rahmenplans machte das Ministerium keine Angaben.

Gleiche Nachricht

 

Forstwirtschaft erreicht Scheideweg

vor 2 tagen - 19 März 2019 | Natur & Umwelt

Von Marc SpringerWindhoekWie der Minister vergangene Woche auf Fragen des PDM-Abgeordneten Nico Smit, in der Nationalversammlung mitteilte, finde „kein kommerzielles Ernten von Nutzhölzern“ in Namibia...

Bei den Farmern macht sich Unmut breit

vor 6 tagen - 15 März 2019 | Natur & Umwelt

Von Marcel Nobis, Windhoek/Omatjete Die Meinung einiger Dorfbewohner war unmissverständlich: Die Elefanten müssen weg! Auf T-Shirts trugen sie diese Botschaft, als Umwelt- und Tourismusminister Pohamba...

Viehkraal bleibt ungenutzt

vor 6 tagen - 15 März 2019 | Natur & Umwelt

Von Nina Cerezo, Windhoek/MbakondjaEine durchaus große Zahl an Nutztieren könnte in dem kürzlich errichteten Kraal in der Siedlung Mbakondja nördlich von Palmwag Platz finden, wie...

Unkontrollierte Rodung der namibischen Rotholz-Wälder

1 woche her - 13 März 2019 | Natur & Umwelt

Eine typische Aufnahme aus der Luft von Stellen und Gebieten im Ost- und West-Kavango sowie der Sambesi-Region, an denen scheinbar unvermindert wertvolle Bäume abgeholzt werden....

Raubbau in Wäldern dauert an

1 woche her - 13 März 2019 | Natur & Umwelt

Von C. Sasman & F. Steffen, Windhoek Obwohl das namibische Umweltministerium am 26. November 2018 ein Moratorium gegen das Fällen und den Handel von Bäumen...

Erde bebt bei Karibib

vor 2 wochen - 06 März 2019 | Natur & Umwelt

Swakopmund/Karibib (er) • Eine gewaltige „Explosion“ wollen zahlreiche Bewohner im Erongo-Gebirge, vor allem in den Ortschaften Karibib, Omaruru und Usakos, in der Nacht von Samstag...

Shifeta kritisiert Abholzung

vor 2 wochen - 05 März 2019 | Natur & Umwelt

Windhoek/Omatjete (mno) - Bei Feierlichkeiten zum internationalen „Tag des Artenschutzes“ hat Umwelt- und Tourismusminister Pohamba Shifeta das Ministerium für Landwirtschaft, Wasser und Forstwirtschaft scharf angegriffen....

Jagdverband kritisiert Töten der Hyänen

vor 2 wochen - 05 März 2019 | Natur & Umwelt

Windhoek (nic) – Der namibische Berufsjagdverband (Napha) betrachtet die Entscheidung des Umweltministeriums, die Hyänen in der Garub-Ebene zu erlegen, mit „großer Sorge“. In einer schriftlichen...

Wohin mit den Tieren?

vor 2 wochen - 04 März 2019 | Natur & Umwelt

Von Nina Cerezo, WindhoekUmwelt- und Tourismusminister Pohamba Shifeta sprach immer wieder von einer „kurzfristigen Lösung“: Die Hyänen in der Garub-Ebene seien nach den fehlgeschlagenen Fangversuchen...

Fohlen der Wilden Pferde weiterhin wohl auf

vor 3 wochen - 26 Februar 2019 | Natur & Umwelt

Die Hoffnung bei den Wilden Pferden in der Garub-Ebene bei Aus dauert an – noch am Donnerstag wurde das von den Hyänen angegriffene Fohlen gesichtet,...