20 November 2019 | Natur & Umwelt

Neuer Nationalpark im Süden

Ehemaliges Sperrgebiet für Tourismus und Wirtschaft geöffnet

Geisterstädte, stillgelegte Diamantenminen und end- lose Weite: Das ehemalige Sperrgebiet ist ein faszinieren-der Ort mit großen landschaft-lichen und geschichtlichen Ressourcen. Der Rückgang des Diamantenabbaus ermöglicht nun einen einfacheren Zugang für Öffentlichkeit, Wirtschaft und Tourismus.

Von Eva-Marie Born

Windhoek

Die Eröffnung des Sperrgebiet-Nationalparks Tsau //Khaeb am vergangenen Freitag in Lüderitz geht mit einigen Veränderungen in der Region einher. Das Gebiet zwischen Lüderitz im Norden und Oranjemund im Süden umfasst circa 26000 Quadratkilometer und wurde seit Beginn des 20. Jahrhunderts aufgrund des Diamantenabbaus sehr restriktiv vom öffentlichen Verkehr sowie für den Tourismus abgeschottet. Nur unter strengsten Sicherheitsauflagen und mit einer speziellen Erlaubnis war es Privatpersonen bisher möglich, die facettenreiche Region zu befahren und zu entdecken.

Dies soll sich nun ändern. In Anwesenheit mehrerer Minister, Vertreter der KfW-Bank als Hauptsponsor, Mitarbeitern von Namparks und Nampower sowie dem deutschen Botschafter Herbert Beck eröffnete Umwelt- und Tourismusminister Phoamba Shifeta am vergangenen Freitag feierlich den neuen Nationalpark in der Alten Post in Lüderitz. Da der Großteil des Diamantenabbaus nun abgeschlossen ist, soll dem Gebiet eine neue Rolle zukommen. „Die Region ist reich an touristischem Potential – die Biodiversität im Nationalpark sowie die historische Vergangenheit bieten spannende Aspekte für Reisende aus aller Welt“, so Shifeta. Die dort vorhandene Geschichte soll sichtbar und zugänglicher gemacht werden. Aus diesem Grund sollen die Restriktionen für Touristen nach und nach gelockert werden. Dazu sind allerdings Gesetzesänderungen am „Diamond Act“ nötig, der unter anderem den Zugang zu und den Umgang mit dem ehemaligen Diamantensperrgebiet regelt. Dieses Vorhaben soll für die kommenden Monate prioritär behandelt werden. Des Weiteren ist ein Ausbau der Infrastruktur geplant, langfristig sollen innerhalb des Parks auch Lodges und Restaurants entstehen. Das Projekt wurde bisher größtenteils von der deutschen Regierung durch die KfW-Bank finanziert. Rund 80 Millionen N$ flossen in den Bau von 25 Unterkünften für Ranger des Parks, neuen Rangerbüros und vor allem in die Ausarbeitung eines sogenannten „Biodiversitäts-Plans“, der auch auf andere Nationalparks Namibias angewendet werden soll. Dieser Plan enthält Richtlinien zur angemessenen Nutzung des Sperrgebiet- Nationalparks Tsau ­//Khaeb, bei der sowohl Biodiversität als auch wirtschaftlicher Nutzen der geschützten Region Beachtung finden. So

wird bei Lüderitz ein Windpark entstehen, der die außergewöhnlich hohen Windressourcen dort nutzen und in Strom für das ganze Land umgewandelt werden soll. Bis 2030, so der Plan, sollen sich 70% des in Namibia benötigten Stroms aus einer Kombination von Wind- und Solarenergie speisen.

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