17 Oktober 2018 | Wirtschaft

Neuer Anfang für alte Brandberg-West-Mine?

Vorkommen von Zinerz wird untersucht Firma AfriTin startet „regionale Zinn-Expansion“

Die auf der Londoner Börse notierte Firma AfriTin Mining, die zurzeit die Uis-Zinnmine wiederbeleben will, hat eine „regionale Expansion“ gestartet. Das Unternehmen hat jetzt zwei Schürflizenzen im Damaraland erworben und erwägt unter anderem den Wiederaufbau der alten Brandberg-West-Mine.

Von Erwin Leuschner

Swakopmund/Uis

Erst war Uis das Ziel, nun ist es das restliche Damaraland: Das Unternehmen Afritin Mining hat ein Abkommen für die Übernahme der beiden Schürflizenzen EPL5445 und EPL5670 unterzeichnet. Das teilte die Firma jetzt schriftlich mit.

Als besonders interessant gilt die Schürflizenz EPL5445, in der sich die stillgelegte Mine Brandberg West befindet. Die andere Schürflizenz befindet sich am Goantagab-Rivier, nördlich des Brandberg-Massivs und südöstlich des Doros-Kraters. Dort hat es noch kein großangelegtes Bergwerk gegeben.

Laut der Erklärung wolle AfriTin Mining alle Aktien von Tantalum Investment (TI) und somit von Jan Jonathan Serfontein erwerben. Ein Abkommen für den Kauf der Anteile für insgesamt 850000 Pfund (umgerechnet mehr als 16 Millionen N$) sei bereits abgeschlossen worden, hieß es. „Wir schauen danach, alle Zinn-Vermögenswerte in Afrika zu konsolidieren und wollen eine regionale Expansion in Namibia starten“, wird Anthony Viljoen, Geschäftsführer von AfriTin Mining, zitiert.

Laut einer Studie aus dem Jahr 1987 wurde die Brandberg-West-Mine von der Firma South West African Company, eine Tochtergesellschaft von Gold Fields, betrieben. So sei der Betrieb in den 50er Jahren aufgenommen worden, zu Beginn sei es eine Untergrundmine gewesen. Das Produkt sei ein Zinn- und Tantalkonzentrat gewesen. Ab 1957 sei Brandberg West zu einem Tagebau ausgeweitet und die Mine schließlich 1980 stillgelegt worden. „Es wurden insgesamt geschätzte 12000 Tonnen Konzentrat produziert“, heißt es.

In der eigenen Erklärung schätzt AfriTin die Mine Brandberg West als eine der damals größten Zinn- und Tantal-Tagebaue der Welt ein. „Derweil unser Schwerpunkt auf der Wiederbelebung der Uis-Mine liegt, werden wir mit Explorationsuntersuchungen in dem von diesen Schürflizenzen abgedeckten Gebiet beginnen“, heißt es. Und: „Unser Ziel liegt darin, die gesamte Region als großangelegte Zinn-Provinz zu erschließen.“

Für die ersten Explorationen rechnet die Firma mit Ausgaben in Höhe von rund 100000 Pfund (umgerechnet rund 1,9 Millionen N$). AfriTin habe inzwischen bei Brandberg-West eine „zusätzliche Mineralisierung“ festgestellt, wonach es neben Zinn und Tantal auch Anzeichen von Kupfer und sogar Potenzial für ein Goldvorkommen gebe.

Der alte Brandberg-West-Tagebau gilt seit der Stilllegung als ein begehrtes Reiseziel für Touristen und Urlauber im Damaraland. Im tiefen Tagebau hat sich über die Jahre ein kleiner See gebildet, der wegen seines hohen Salzgehalts als ein kleines, totes Meer bezeichnet wird.

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