04 Oktober 2018 | Kommunikation

Neue Mobilfunktechnik im Fokus

Erstmals in Afrika: Namibia wohnt Telecom-Gipfel in Durban bei

Der digitale Fortschritt bietet der sozioökonomischen Entwicklung neue Möglichkeiten, indem die Technik Menschen verbindet, ihnen Zugang zu Information ermöglicht, Innovationen vorantreibt und das Wirtschaftswachstum fördert. Eine Bedingung ist, dass keiner außen vor gelassen wird.

Von Clemens von Alten

Windhoek/Durban

Kommunikationszugang und die jüngste Fortentwicklung der Mobilfunkgeneration (5G) standen im Fokus des diesjährigen Gipfels der internationalen Fernmeldeunion (ITU), der zum ersten Mal auf afrikanischem Boden stattfand. Auch Namibia war vertreten: Vizeminister für Informations- und Kommunikationstechnologie, Engel Nawatiseb, hielt am Rande der Konferenz (ITU Telecom World 2018, 10. bis 13. September) in Durban eine Rede und unterhielt sich u.a. mit politischen Führungskräften Südafrikas.

Im Rahmen seiner Ansprache im Nachbarland erklärte Nawatiseb die Bedeutung neuer Technologien und wie das digitale Zeitalter alle Lebensbereiche der Gesellschaft verändert. „Es wirkt sich auf unsere Lebensweise und die zwischenmenschlichen Beziehungen aus. Es beeinflusst sämtliche Vorgänge des globalen Dorfes, in dem wir leben“, sagte der Politiker. Diese Entwicklung biete wesentliche Vorteile für die Gesellschaft, indem bspw. „kleine und mittelständische Unternehmen (KMU bzw. Small and Medium-sized Enterprises, SME), der restliche Privatsektor und die Regierung enger miteinander verbunden werden“. Die Voraussetzung ist der Ausbau von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT bzw. Information and Communication Technology, ICT).

Vor diesem Hintergrund betonte Nawatiseb, dass die Erschwinglichkeit eine wesentliche Rolle spiele. Ebenso wichtig sei es, privatöffentliche Partnerschaften zu schließen, die sich zum Ziel setzen, „Menschen zu verbinden, die zuvor von der Kommunikation ausgeschlossen waren“. „Das muss ein gemeinsames Ziel sein“, sagte der Parlamentsabgeordnete. Es sei eine viel zu komplizierte Angelegenheit, die „digitale Kluft zu schließen“, und könne daher „nicht einfach den Regierungen oder nur den Dienstleistern oder der Zivilgesellschaft überlassen werden“. In dieser Hinsicht unterstrich der Vizeminister drei Zielgruppen, die „den technologischen Fortschritt vorantreiben“: Die weibliche Bevölkerung, die Jugend sowie kleine und mittelständische Unternehmen.

Eines der vorwiegenden Themen der der ITU-Konferenz in Durban war der neuste Mobilfunkstandard 5G. „Am ersten Tag drehte sich die Debatte um die Frage, ob 5G Afrika eine entscheidende Gelegenheit bietet, die Entwicklung zu beschleunigen und inwiefern der Einsatz dieser Technik auf dem Kontinent möglich ist“, resümierte Nawatiseb nach seiner Rückkehr. Die Gipfelteilnehmer seien sich bewusst, dass der digitale Fortschritt in Afrika beachtliche

Unterschiede vorweise. „Es gibt ernsthafte Befürchtungen, dass 5G die Kluft zwischen weiter fortgeschrittenen und weniger ent­wickelten Gebieten vergrößern könnte“, so der Politiker. Ihm zufolge sind sich Experten allerdings einig, dass dem 5G-Einsatz ist Afrika eigentlich nichts im Wege stehen dürfe, solange ein ausgewogener Ansatz verfolgt werde.

Die ITU-World-Telecom-Konferenz gilt als eine „globale Plattform“, um Innovationen voranzutreiben. Die Veranstaltung ermöglicht Unternehmern, Experten, Innovatoren, Regierungen und Aufsichtsbehörden sich untereinander auszutauschen und so zur menschlichen Entwicklung beizutragen. Der Gipfel habe in diesem Jahr 32000 Teilnehmer aus 95 Ländern gezählt.

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