11 Mai 2021 | Wirtschaft

Neue Handelsstrategie mit den USA

Namibia will im Rahmen des AGOA-Plans mehr Güter zollfrei in die USA exportieren

Das namibische Handelsministerium hat in Zusammenarbeit mit USAID die neue Handelsstrategie AGOA verabschiedet. Sie soll in größerem Ausmaß den Export namibischer Produkte in die USA ermöglichen. Davon verspricht man sich weiteres Wachstum.

Von Katharina Moser

Windhoek

Bei einer feierlichen Zeremonie am gestrigen Montag haben die Wirtschaftsministerin von Namibia, Lucia Iipumbu, und die US-Botschafterin Lisa Johnson die Strategie des African Growth and Opportunity Act (AGOA) verabschiedet. Dies ist ein Plan, der den Export namibischer Produkte in die Vereinigten Staaten von Amerika vereinfachen und erhöhen will. Die namibische AGOA-Strategie ist ein Kooperationsprojekt des namibischen Wirtschaftsministeriums und der US-Behörde für Internationale Entwicklung (USAID). Ziel der Zusammenarbeit ist es, die namibische Wirtschaft anzukurbeln und den Handel zu stärken. Konkret ermöglicht die Strategie einen einfachen Marktzugang namibischer Hersteller in den USA, Zollausnahmen, Investmentmöglichkeiten sowie Gelegenheiten, Partnerschaften mit US-Firmen aufzubauen. Namibia soll dabei auch befähigt werden, sich bestimmte Produktnischen auf dem US-Markt aufzubauen.

Konkret sieht der Plan spezielle Liefervereinbarungen mit Zollerlass vor. Auf kurze Sicht sollen in den ersten zwei Jahren vor allem Rindfleisch, Fisch, Mineralien und Früchte in die USA exportiert werden. Mittelfristig folgen im zweiten bis fünften Jahr handwerkliche Produkte und Leder. Langfristig sollen indigene Naturprodukte wie zum Beispiel Öle hinzukommen. Die Strategie zwischen Namibia und USA ist Teil der AGOA-Gesamtstrategie, die die Länder des südlichen Afrikas untereinander sowie diese mit den USA im Handel verbindet. 6 400 Exportgüter aus Ländern der Subsahara sollen so zollfrei auf den US-Markt gelangen. Botschafterin Lisa Johnson bekannte sich zur weitergehenden Unterstützung namibischer Firmen durch die US-Regierung. „Die Strategie trägt dazu bei, Marktverbindungen aufzubauen, Kontakte zu Käufern herzustellen und Verträge zu schließen. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt dafür als jetzt, nachdem die Corona-Pandemie die Wirtschaft hart getroffen hat.“ Die Strategie hätte ursprünglich schon letztes Jahr verabschiedet werden sollen, war wegen der Pandemie jedoch verschoben worden. Wirtschaftsministerin Iipumbu bezeichnete die USA als einen der wichtigsten Partner, die Wirtschaft Namibias voranzubringen. Man erhoffe sich von AGOA, das Handelspotenzial des Landes zu maximieren und weitere Kompetenzen zu erwerben. „Endlich gibt es eine Strategie. Dies ist ein Fahrplan, wie wir unsere Exporte stark erhöhen können. Darauf sind wir stolz und sehr zufrieden“, so Iipumbu. Gerade angesichts der durch Corona geschrumpften Marktwerte und Exporte sei es notwendig, den Sektor wiederzubeleben. Es sei „ein Traum wahr geworden“, als jüngst zum ersten Mal namibisches „Tafel Lager“ nach Texas exportiert worden sei. Hindernisse für den Erfolg der AGOA-Strategie seien allerdings mangelndes Wissen vor Ort, fehlendes Bewusstsein für die Regeln des US-Markts, geringe Produktivität und Investitionsbereitschaft in Namibia. „Auf lange Sicht möchten wir Namibia industrialisieren. Ich rufe daher alle Firmen auf, diese Gelegenheit auch zu nutzen!“

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