05 Januar 2018 | Lokales

Neu-Entwicklung am Kupferberg

Wohngemeinschaft mit 180 Wohnungen soll am Kupferberg-Pass entstehen

Theoretisch steht der Entwicklung einer weiteren Satellit-Ortschaft am Kupferberg laut Fachberatungsfirma Green Earth nichts im Wege und wäre eine Genehmigung binnen der nächsten fünf Monate möglich. Ob die Wasserzufuhr dann aus dem Windhoeker Aquifer stammt, bleibt bisher unbeantwortet.

Von Frank Steffen, Windhoek

Die Fachberatungsfirma Green Earth hat laut Charlie du Toit ihren Auftrag rundum die Umweltverträglichkeitsstudie zum geplanten Bau einer Wohngemeinschaft auf einem Teil der Farm Kupferberg westlich von Windhoek abgeschlossen. Das Unternehmen „Albida Development Trust“ hatte in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres ihr Vorhaben in einer Zeitung angekündigt, etwa 180 Wohnungen „auf einem Teil der Farm Kupferberg, Nr. 33 in der Khomas-Region, etwa 10 Kilometer außerhalb Windhoeks“ errichten zu wollen.

„Wir sind nur mit der Studie beauftragt gewesen und diese Information liegt nun den relevanten Behörden vor. Das Ministerium für Landwirtschaft, Wasserbau und Forstwirtschaft (MAWF) sowie die Windhoeker Stadtverwaltung sollten uns in den nächsten Monaten Bescheid geben, ob sie mit der Entwicklung konform gehen“, erklärte du Toit der AZ in einem Telefongespräch und meinte ferner, dass unter den gegebenen Umständen eigentlich keine Einwände bestehen sollten.

In der Anzeige hatte Albida angekündigt, jede der geplanten 180 Wohnungen auf einem dazugehörenden Grundstück von 1000 bis 2000 m² errichten zu wollen. Der Projektstandort verfüge über genügend Wasser für die geplante Entwicklung und sei die Errichtung einer umweltfreundlichen Abwasseranlage geplant, damit das Wasser wiederaufbereitet werden könne. Die nunmehr direkt an du Toit gestellte Frage, ob es sich bei dem besagten Wasser um Reserven aus dem Windhoeker Aquifer handelt, brachte diesen kurz zum Stutzen bevor er antwortete: „Laut meiner Information ist dies eigenes Wasser, dass nicht aus dem Aquifer stammt.“

Während der Dürre im Dezember 2015 hatte ein AZ-Bericht dazu geführt, dass das Wasserreservoir und eine Pumpanlage gleich an der Kupferberg-Straße C26 (auf derselben Farm), neu von den städtischen Behörden sowie dem Wasserwesen betrachtet wurden. Seinerzeit luden dort an Wochentagen etliche Tankwagen der Firmen „China Railway Seventh Group“, „Onamagongwa Trading Enterprises” und „Sandworx“ massenweise Frischwasser und brachten dies nach Windhoek. Das Wasser wurde u.a. für den Straßenbau und private Schwimmbäder gebraucht und sogar ein lokaler Limonadenfabrikant ließ sich beliefern. Recherchen ergaben, dass die Stadt das Schlagen zusätzlicher Bohrlöcher bewilligt hatte, doch war der Sinn in diesem Fall scheinbar verfehlt worden, als der Wasserleiter, der auf Kosten der Windhoeker Steuerzahler nachgefüllt wird, für privaten Gewinn angezapft worden war.

Wenngleich die gesamte Anlage längst still und unbenutzt liegt, entsteht nun die Frage, ob das geschlagene Bohrloch erneut für privaten Gewinn genutzt werden soll? Der Pressesprecher der Stadt, Scheifert Shigwedha, reagierte befremdet auf eine diesbezügliche Nachfrage und verwies die AZ an Miriam Kahitu, die für die städtische Wasserinfrastruktur und den Wasserverbrauch zuständig ist. Kahitu reagierte erst verhalten und resignierte letztendlich: „Ich weiß nicht über diesen Fall Bescheid. Diese Art des Verbrauchs muss geklärt und gutgeheißen werden, vor allem wenn das Wasser aus dem Aquifer stammt. Mir ist kein entsprechender Antrag bekannt und darum werde ich dieser Angelegenheit auf jeden Fall sofort nachgehen“, erklärte sie der AZ.

Gleiche Nachricht

 

Seltener Nadelhai bei Black Rock von angler an Land...

vor 4 tagen - 17 Oktober 2018 | Lokales

Ein Brandungsangler hat dieser Tage bei Black Rock nahe Henties Bay einen Nadelhai (bramble shark) gefangen. „Kaum einer kann sich daran erinnern, dass je so...

Wrack „Fukuseki“ liegt noch immer auf dem Riff

vor 4 tagen - 17 Oktober 2018 | Lokales

Das jüngste Opfer der berüchtigten Skelettküste: Der 49 Meter lange japanische Trawler „Fukuseki Maru No. 7“ ist am 22. März auf ein Riff nahe dem...

Frischwasser seit Jahrzehnten

vor 5 tagen - 16 Oktober 2018 | Lokales

Windhoek (ste) - In einer Pressemitteilung kündigte die Stadt Windhoek an, die vor 50 Jahren eingeführte Wasser-Wiederaufbereitungsanlage in dieser Woche feiern zu wollen. „Verursacht durch...

Wassereinschränkungen in Windhoek

vor 5 tagen - 15 Oktober 2018 | Lokales

Windhoek (nic) – Aktuell ist die Wasserzufuhr in einigen Gebieten in Windhoeks unterbrochen oder eingeschränkt. Wie die Stadtverwaltung soeben schriftlich bekanntgab, hat es drei Rohrbrüche...

Neue Müllanlage geht in Betrieb

1 woche her - 12 Oktober 2018 | Lokales

Windhoek (ms) – Vizepräsident Nangolo Mbumba und Windhoeks Bürgermeister Muesee Kazapua haben gestern gemeinsam eine für 70 Millionen N$ errichtete Anlage im nördlichen Industriegebiet der...

Ernst Tatschek: Elektriker, Abenteurer und Hundeliebhaber

1 woche her - 12 Oktober 2018 | Lokales

In der Zeit zwischen dem 20. und 21. September 2018 hat sich der Österreicher Ernst Haimo Tatschek (75) in Swakopmund das Leben genommen. War es...

Stadt erhebt unredliche Steuern

1 woche her - 11 Oktober 2018 | Lokales

Von Frank SteffenWindhoek Der Konflikt zwischen der Stadt und einigen Einwohnern der privatentwickelten Anwesen in der Umgebung von Windhoek scheint prädestiniert. Im September hat das...

Wasserzufuhr in Windhoek-Hochland Park unterbrochen

1 woche her - 09 Oktober 2018 | Lokales

Windhoek (nic) – Aktuell ist die Wasserzufuhr in der Maraboe-Straße und den umliegenden Fahrwegen im Windhoeker Stadtteil Hochland Park unterbrochen. Dies gab soeben die Stadtverwaltung...

Kultur-Delegation aus Baden-Württemberg besucht Namibia

1 woche her - 09 Oktober 2018 | Lokales

Die baden-württembergische Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Petra Olschowski (in schwarz), hat vor kurzem Namibia besucht. Wie die Deutsche Botschaft in...

HESS-Forschungsstation in der Waagschale

1 woche her - 08 Oktober 2018 | Lokales

Windhoek/Göllschau (hf) – Das renommierte Sternforschungszentrum auf der Farm Göllschau dürfte nach über zehn Jahren die Weltraumforschung einstellen, sollten sich die Betreiber vor Vertragsende 2019...