11 September 2019 | Afrika

Nelson Mandelas Enkelin

Frauen müssen sich ihren Freiraum erkämpfen

Kapstadt (dpa) • Südafrikas Freiheitsheld Nelson Mandela kämpfte einst für die Abschaffung der Todesstrafe, seine Enkelin Ndileka will sie jetzt wieder einführen. Ob sie eine entsprechende Petition befürwortet, wird sie gefragt? „Ja, ich unterstütze sie“, bestätigt sie der Deutschen Presse-Agentur. Die Aktivistin spricht damit hunderttausenden Südafrikanerinnen aus dem Herzen. Innerhalb weniger Stunden haben diese eine Internet-Petition für eine Wiedereinführung der Todesstrafe bei Verbrechen an Frauen unterzeichnet.

Sie stehen unter dem Eindruck eines brutalen Mordes an einer 19-jährigen Studentin der Universität Kapstadt. Uyinene Mrwetyana war zuvor in einem Postamt vergewaltigt worden. Die grassierende Gewalt gegen Frauen im Land an der Südspitze des Kontinents treibt die Südafrikanerinnen immer häufiger auf die Straßen.

Immer wieder sorgen Fälle von Frauenmorden für Empörung. Auch Vergewaltigungen und häusliche Gewalt sind angesichts der verbreiteten patriarchalischen Strukturen weit verbreitet. Sie bleiben zudem oft straffrei oder werden mit geringen Bußen geahndet. Aktivistin Ndileka Mandela fordert daher vor einer Gesetzesänderung zur Einführung der Todesstrafe erst einmal eine Reform des Justizsystem, das sie als viel zu lasch ansieht. „Unser Justizsystem ist so angelegt, dass es die Männer und nicht die Frauen schützt – das muss sich ändern“, fordert sie. In rund 80 Prozent aller Fälle komme der Täter unbeschadet aus Prozessen, schätzt sie.

Ob ihr Großvater die Forderung nach der Todesstrafe verstanden hätte? „Großvater hasste Gesetzlosigkeit, er verabscheute sie“, sagt die Enkelin.

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