10 Juni 2013 | Lokales

Nashorn bei Omaruru gewildert

"Ich habe es seit Wochen vorausgesagt und habe immer wieder gewarnt, aber wir haben keine Hilfe von den lokalen Naturschutzbeamten bekommen. Heute Morgen gegen 9 Uhr hat ein Nachbar ein gewildertes Nashorn entdeckt, dessen Nasenhörner abgehackt wurden und dem sogar das Filet herausgeschnitten wurde. In der Nähe befindet sich ein Schlachtplatz der Wilderer, wo auch Felle von Zebras rumliegen", sagte Hubert Herzog gestern Morgen. Vor zwei oder drei Wochen wurde der etwa fünfjährige Schwarze Nashornbulle (Spitzmaulnashorn) auf der Farm Okapekaha von Wilderern erschossen. Die Farm Okapekaha von Adrian Lang liegt wie die Farm von Herzog in dem etwa 200000 Hektar umfassenden Hegegebiet "Erongo Mountain Rhino Sanctury Trust". Im April dieses Jahres wurde Adrian Lang (59) zu fünf Jahren Gefängnis wegen Totschlags verurteilt, von denen zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt wurden, nachdem ihm vorgeworfen worden war, am 14. Oktober 2010 den mutmaßlichen Wilderer Joseph Hamukwaya erschossen zu haben. "Die Wilderer wissen dass Lang im Gefängnis ist und strömen von allen Seiten auf die Farm. Wir können nicht täglich die Farm kontrollieren. Ich habe schon alle Mühe meine Farm regelmäßig abzufliegen, um die Wilderei unter Kontrolle zu halten. Langs Farm grenzt an das Stadtgebiet von Omaruru und da haben es die organisierten Wilderer leicht. In der vergangenen Woche haben wir einen Wilderer erwischt, der mit Schrot angeschossen wurde. Wir hoffen, dass er uns Informationen geben kann", sagte Herzog. Zahlreiche Nachfragen nach Fleischlieferungen gingen Herzog zufolge auf dem Handy des verletzten und festgenommenen Wilderers ein. Das Schwarze Nashorn gehört, wie weitere Dickhäuter dieser Art die in dem Hegegebiet ausgesetzt wurden, dem namibischen Staat. Hegegebiete und Wildfarmer dürfen die Spitzmaulnashörner für den Staat im Rahmen eines Projektes auf ihren Farmen halten. "Jeder in unserem Hegegebiet versucht regelmäßig seine Farm zu kontrollieren, aber wir können nicht überall sein und jede Farm hundertprozentig schützen. Deshalb haben wir um Hilfe bei der Naturschutzbehörde gebeten, aber diese lässt zu wünschen übrig", sagte Herzog. Gestern Nachmittag seien Mitglieder der Spezialeinheit der namibischen Polizei aus der Erongo-Region, die die Wilderei von besonders geschützten Wildarten sowie den Schmuggel und Handel von Produkten dieser Tiere bekämpft und untersucht, auf dem Weg nach Omaruru gewesen. Besorgte Naturschützer befürchten schon lange, dass Namibias Nashörner von Wilderern heimgesucht werden, nachdem in Südafrika die grauen Riesen massenhaft wegen ihres Nasenhornes abgeschlachtet werden. Bisher vermuten Herzog und weitere Mitglieder des Hegegebietes, dass auch das Nashorn eher wegen des Fleisches und nicht der Nasenhörner wegen geschossen wurde. Von Dirk Heinrich Windhoek/Omaruru

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