10 Juli 2019 | Natur & Umwelt

NAPHA äußert sich und lädt ein

Windhoek (ste) • Der namibische Berufsjägerverband NAPHA hat nun eine Presseerklärung zur Jagd auf den Elefanten Voortrekker herausgegeben. Nachdem unlängst bekannt wurde, dass der bereits ältere Elefantenbulle, der als einer der drei verbliebenen Wüstenelefantenbullen im fortpflanzungsfähigen Alter galt, als Problemtier zur Jagd freigegeben und erlegt worden war, entbrannte ein öffentlicher Aufschrei ungekannten Ausmaßes (AZ berichtete).

Die Vorsitzende des NAPHA, Danene van der Westhuizen, schreibt wie folgt: „NAPHA ist ein Interessenträger und kein Entscheidungsträger. NAPHA hatte im direkten Widerspruch zu dem, was John Grobler (umstrittener Naturschutzaktivist, Redaktion) vermutete und öffentlich unterstellte, nichts mit den Entscheidungen oder Vereinbarungen zwischen Umweltminister Pohamba Shifeta und dem Dallas Safari Club (eines der größten Jagdunternehmen in Amerika) zu tun. Darüber hinaus liegen der NAPHA keine Informationen über die Ereignisse, Entscheidungen oder Rechtfertigungen dieser Jagd vor.“

Van der Westhuizen geht danach detailliert auf die Zielsetzungen des NAPHA ein und analysiert die ihrer Meinung nach emotionsgeladenen Argumente auf den digitalen Medienplattformen: „Mit großem Interesse und Aufrichtigkeit interpretiert NAPHA die vielfältigen emotionalen und etwas irrationalen Äußerungen der Öffentlichkeit jedoch als ein Mittel der größten Liebe und des größten Schutzes der Tierwelt Namibias. Dafür sind wir dankbar.“

Die Vorsitzende erklärt einerseits ihr Verständnis für den Aufschrei, spricht sich dann aber über „ein allgemeines Missverständnis über die Rolle von Schutzgebieten und eine allgemeine Unkenntnis der Landschaftsökologie“ aus und wagt sich auf psychologisches Fachgebiet: „Chaos herrscht inmitten falscher Eindrücke. Es ist die Wahrnehmung, das Bewusstsein und das Verständnis eines umstrittenen Themas, das Emotionen und einen Standpunkt in unserem Geist erzeugt. Eindrücke entstehen durch bestehende oder fehlende Information.“ Laut ihr gab es viele absichtliche Miss-Informationen in den Medien, wobei sich „Uniformierte“ zu Meinungen hinreißen ließen.

NAPHA lädt nun das Umweltministerium, die Öffentlichkeit sowie die Presse, Interessierte, Wissenschaftler, Naturschützer und „alle, die etwas zu sagen hatten“, zu einem Diskussionsabend am 16. Juli 2019 um 18.30 Uhr in die Aula der Delta-Primarstufe in Windhoek (DSW) ein.

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