06 Dezember 2019 | Landwirtschaft

NAPHA unterstützt Naturschutz

Umweltministerium und Jagdverband glauben an nachhaltige Jagd

Inmitten einer zunehmenden Jagdaversion im Ausland, setzen sich das Umweltministe- rium sowie der namibische Jagdverband für die Erhaltung der Jagd auf namibischem Boden ein. Dies dient den Kommunalgebieten als Alternative in einer Zeit, da es gilt sich den Ansprüchen des Klimawandels zu stellen.

Von C. Sasman und F. Steffen

Windhoek

Der namibische Jagdsektor kämpft gegen die weltweit zunehmende, negative Berichterstattung und Darstellung der Jagd. Der namibische Jagdverband (Namibia Professional Hunting Association, NAPHA) setzt sich gemäß eigener Angabe für die Erhaltung der Tierwelt und derer Lebensraums ein. Die Trophäenjagd dient indessen dem Regulierungsprozess im enger werdenden namibischen Lebensraum, der durch die zunehmende Bevölkerungszahl der Menschen sowie der Tiere, unter Druck gerät.

Das international anerkannte namibische Naturschutzmodell basiert auf der Prämisse, dass die Menschen, die sich den Lebensraum mit Wildtieren teilen, als rechtmäßige Hüter auf die Dividenden berechtigt sind, die sich aus ihrem Einsatz ergeben. Der Minister für Umwelt und Tourismus (MET), Pohamba Shifeta, bestätigte während der unlängst abgehaltenen Jahreshauptversammlung der NAPHA, dass die Gesetze und Grundsätze des Landes vorsehen, dass ländliche Gemeinden und private Landbesitzer, die ihre Wildtierpopulationen nachhaltig erhalten, finanzielle und andere Vorteile aus diesen Ressourcen ziehen dürfen.

„Unsere Politik, laut der wir bedingte Eigentumsrechte für Wildtiere an unsere Bevölkerung übertragen, hat hervorragende Ergebnisse für den Schutz der Wildtiere und die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums erbracht”, sagte Shifeta. Die Zahl der Elefanten, Löwen und schwarzen Nashörner habe stetig zugenommen und sie kämen nun in Gebieten vor, in denen sie vorher als ausgerottet galten. Die namibische Wildtierpopulation auf privaten und kommunalen Gebieten sei höher als in den vergangenen 100 Jahren - Verluste aus der Kolonial- und Apartheitszeit seien rückgängig gemacht worden, so der Minister.



Wichtiger Bestandteil

Mehr als 95% des gejagten Fleisches trage zur Ernährungssicherheit in Namibia bei. Die wirtschaftliche Jagd habe teils die Tierproduktion ersetzt und gelte als wichtige Alternative für Namibia, das sich dem Klimawandel angleichen muss. Die Wildnis sei zum Vorteil der Tiere wiederbelebt, die biologische Vielfalt erhalten und Arbeitsplätze geschaffen worden. So sei die Jagd zum wichtigen Bestandteil der integrierten Strategie für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz in Namibia geworden.

Shifeta sagte, dass das Ministerium diese Praxis streng reguliert, indem es geschulte lokale Berufsjäger registriert, die Kunden begleiten und Genehmigungen auf der Grundlage festgelegter Quoten erhalten.

Auf die negative Berichterstattung vor allen in den elektronischen Medien eingehend, meinte Danene van der Westhuyzen, Präsidentin der NAPHA, die nachgewiesenen Erhaltungsbemühungen von Berufsjägern würden nach dem jüngsten Treffen von Cop 18 in Genf eher bestraft als belohnt.

Jens Ulrik Hógh vom Nordic Safari Club, Gastredner bei der Jahreshauptversammlung der NAPHA, warnte, dass ein Verbot der Trophäenjagd unweigerlich dazu führen würde, dass Rinder und Schafe das Wild ersetzen würden, welches einem Verlust des natürlichen Lebensraums gleichkommen würde.

Laut Shifeta wird sich die namibische Regierung über das MET für eine nachhaltige Jagd einsetzen. Er forderte den Jagdverband auf, dafür zu sorgen, dass die nachhaltige Jagd auf höchstem professionellem Niveau betrieben wird. Jedes Verbot der Einfuhr von Jagdtrophäen im Ausland würde alle im Land erzielten Fortschritte untergraben. So würden auch Wilderei und Korruption diese Erhaltungsbemühungen untergraben, daher sei Namibia entschlossen, dem ein Ende zu setzen.

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