12 Oktober 2021 | Wirtschaft

NamPort sucht neuen Partner

Containerterminal soll von privatem Betreiber verwaltet werden

Die Hafenbehörde NamPort ist auf der Suche nach einem Partner aus dem Privatsektor, der den neuen 4,2 Mrd. N$ Containerterminal in Walvis Bay verwalten soll. Die Frist einer entsprechenden Interessenbekundung (EOI) wurde jetzt auf den 30. Oktober verlängert.

Von Erwin Leuschner und Leandrea Louw, Swakopmund/Walvis Bay

Der neue Containerterminal in Walvis Bay sollte Namibia zu einer Logistikdrehscheibe im südlichen Afrika machen. Doch nun wird ein Partner gesucht, der die 4,2 Mrd. N$ Investition verwalten soll.

Bereits Ende August hatte die Regierung globale Entwickler und Betreiber in dem Bereich Hafen- und Containerterminalmanagement eingeladen und die Absicht bekundet. Es wurde eine Interessenbekundung (expression of interest) eingeleitet, die ursprüngliche Frist wurde inzwischen auf den 30. Oktober verlängert. Das teilte Namibias Investitionsförderungs- und Entwicklungsausschuss (NIPDB) jetzt mit.

Indes hat NamPort-Geschäftsführer Andrew Kanime jetzt alle Angestellten in einem internen Schreiben informiert, dass man auf der Suche nach einem Partner aus dem Privatsektor ist. In dem Dokument gibt Kanime für diese Entscheidung mehrere Gründe, warum es einen „allgemeinen Rückgang bei den umgeschlagenen Containermengen gegeben hat“.

Demnach seien in den vergangenen Jahren andere Häfen in der Region bzw. im südlichen Afrika ausgebaut worden. Für Reedereien gebe es somit woanders die Kapazität, ebenfalls größere Schiffe zu bedienen. Zudem seien Reedereien nun in der Lage, die Import- und Exportmengen in anderen Ländern direkt abzuwickeln - zuvor seien diese Güter beim Hafen von Walvis Bay umgeladen worden.

Als weiteren Grund nennt Kanime das Einsetzen von größeren Schiffen durch Reedereien, die dadurch Betriebskosten einsparen. Seither finde der Umschlag von Gütern in geringeren Häfen statt, wo aber größere Schiffe abgefertigt werden können. Die Güter würden schließlich lediglich in kleineren Häfen umgeladen. Als letzten Grund nennt Kanime Reedereien, die sich lediglich auf Häfen „mit höherer Produktivität und Hafeneffizienz konzentrieren“. Diese Maßnahme hätten Reedereien eingeführt, um die Umschlagzeiten von Schiffen in Häfen zu kürzen, um ebenfalls Kosten zu optimieren.

Wegen dieses Rückgangs erwäge die Hafenbehörde nun als Teil einer Turnaround-Strategie die Auslagerung des Containerterminals. Private Betreiber könnten die im Hafen umgeschlagene Containermengen erhöhen und somit würden auch die Einnahmen steigen. „Einige (private) Betreiber haben bereits Beziehungen zu Reedereien und können das Frachtvolumen, insbesondere den Umschlag, bestimmen“, meint Kanime. Darüber hinaus würden private Betreiber aufgrund „ihrer Erfahrungen mit Häfen auf der ganzen Welt über ein größeres Fachwissen verfügen“. Dies könnte den Hafenbetrieb und die Effizienz steigern. „Private Betreiber haben zudem auch mehr finanzielle Mittel, um in Hafenausrüstung und -infrastruktur zu investieren, die für die effiziente Abfertigung großer Schiffe entscheidend sind“, so Kanime.

In dem Dokument weist der Geschäftsführer daraufhin, dass die detaillierten Bedingungen über das Betreiben des Containerterminals durch ein privates Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden. „Es werden aber alle Bemühungen unternommen, um Arbeitsplätze zu erhalten“, so Kanime. „Die wichtigste Überlegungen ist der Wert einer solchen Partnerschaft sowie der Erhalt und die Beschaffung von Arbeitsplätzen.“

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