09 Januar 2019 | Natur & Umwelt

NamPort erkennt keine Gefahr

Im Hafen gelagertes Mangan kein Risiko für Aquakultur und Fisch

Der Geschäftsführer der namibischen Hafenbehörde NamPort bestätigt die Lagerung von etwa 248 Tonnen Mangan in zwei Schuppen auf dem Hafengelände in Lüderitzbucht. Dabei sorgen sich Einwohner über Wasser das ins Meer rinnt nachdem es benutzt wurde, die Fracht feuchtzugehalten.

Von Jana-Mari Smith

Lüderitzbucht/Windhoek

Auf Nachfrage bestätigte Elias Mwenyo, amtierender Geschäftsführer der namibischen Hafenbehörde NamPort, dass das Umweltministerium am Sonntag eine „vorläufige Erlaubnis“ erteilt habe, laut dem Manganerz-Lieferungen im Lüderitzbuchter Hafen abgeladen werden durften. „Das Erz ist sicher in Schuppen auf dem Hafengelände von Lüderitzbucht untergebracht, nachdem wir Vorsorge getroffen haben und damit die vom Umweltministerium gestellten Bedingungen erfüllen“, erklärte Mwenyo. Dies sei eine vorübergehende Regelung bis die Umweltverträglichkeitsstudie vorliege und habe NamPort vorher eine Risikoanalyse ausgeführt.

Stein des Anstoßes ist nach wie vor die geplante Ausfuhr von insgesamt 60000 Tonnen Manganerz pro Monat durch die beiden südafrikanischen Gesellschaften TradePort Namibia und Pektranam Logistics. Diese Firmen wollen Namibia als Transitland gebrauchen und das Erz, das aus den Minen unweit von Kuruman im Nordost-Kap stammt, über den Lüderitzbuchter hauptsächlich nach China verschiffen. Fehlende Umweltverträglichkeitsstudien und somit die Abwesenheit von Unbedenklichkeitsbescheinigungen, hatten dazu geführt, dass der namibische Umweltkommissar Teofilus Nghitila dem Projekt sofortigen Einhalt gebot.

Obwohl kein diesbezüglicher Gerichtsbefehl ergangen ist, sprach auch Mwenyo von „eingegangenen Lieferungen, die beschlagnahmt und in Obhut der Polizeibehörden bleiben“. NamPort sei ein Unternehmen, das sich als ISO-zertifizierte Gruppe strikt an die Vorgaben der Internationalen Organisation für Normung (ISO) halte. NamPort verurteile jegliche Aktivitäten, die der Gesundheit des Menschen oder der Umwelt nachhaltig schaden können. Unter den gegebenen Umständen sei eine befristete Lagerung des Erzes in geschlossenen Schuppen die beste Lösung.



Schadstoffe in den Atlantik

Während ein Einwohner dem Argument Mwenyos zustimmt, erkennt er trotzdem eine Gefahr, da die beiden Lagerräume bekannt als „Rubb Halls“ nicht über Abwasserkreislaufsysteme zur Klärung des Wassers verfügen. Daher versickere das Wasser, womit das Produkt feucht gehalten wird, und rinne in das Meerwasser des Hafens, wodurch der Atlantik verschmutzt werde. Die Befürchtung eines verschmutzten Wassers und daraus folgenden Schäden für die lokale Aquakultur hatte unter anderem den Protest unter den Einwohnern ausgelöst. Ob in Form von Staub, der sich auf die Meeresoberfläche legt oder als Teil des Wassers, das in den Hafen fließt, beides kann zur Manganvergiftung des Wassers führen.

„Namport setzt alle Hafennutzer einem Risiko aus, indem dies Produkt mitten im Hafen gelagert wird. Der Hafen ist nur 500 Meter lang und Passagierschiffe sowie Versorgungsboote legen hier an, ganz abgesehen von frischem Fisch, der hier verladen wird“, sorgte sich der Einwohner, der ungenannt bleiben will.



„Kein Risiko“

Mwenyo stritt dies in einem Telefongespräch ab. Der Lüderitzbuchter Hafen sei imstande die Manganerz-Lieferungen sicher und schadenfrei zu lagern und abzuwickeln. „Niemals würden wir unsere Mitbürger im Bereich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie der Umwelt insgesamt einem Risiko aussetzen“, meinte Mwenyo und ließ das Argument der Frischfisch-Verladung nicht gelten, da der Hafen in der Vergangenheit auch Sulfat und Bleikonzentrat verladen habe, ohne dem Fischereisektor zu schaden.

„Wir verladen nicht zum ersten Mal Mangan“, erklärte Mwenyo und bestätigte, dass inzwischen 12 Frachten – etwa 248 Tonnen in zwei Scheunen untergebracht seien. Er könne keine Auskunft über die verbliebenen Frachten geben, die als erste Lieferungen am 1. Januar 2019 vor der Stadt abgeliefert worden waren.

Gleiche Nachricht

 

Wüstenlöwen erweitern Territorium

vor 10 stunden | Natur & Umwelt

Von Marc Springer, WindhoekWie NWR gestern auf sozialen Medien bekanntgab, sei in den vergangenen Tagen eine Löwin mit zwei Welpen in unmittelbarer Nähe von Torra...

Elefanten zerstören Farmgelände in Mashare

vor 5 tagen - 13 Juni 2019 | Natur & Umwelt

Windhoek/Rundu (Nampa/nic) – Ein Farmer im Mashare-Wahlkreis in der Kavango-Ost-Region hat sich vor kurzem über den anhaltenden Konflikt mit Elefanten auf seiner Farm beschwert. Ihm...

Geingob warnt vor Klimawandel

vor 6 tagen - 12 Juni 2019 | Natur & Umwelt

Windhoek (ms) • Präsident Hage Geingob hat davor gewarnt, dass Namibia besonders für den fortschreitenden Klimawandel anfällig sei und sich entsprechend auf die damit verbundenen...

Weniger ist mehr

1 woche her - 07 Juni 2019 | Natur & Umwelt

Von Lisa Plank, Windhoek Jedes Jahr werden laut der Weltbank weltweit über zwei Milliarden Tonnen Müll produziert, davon stammen 174 Millionen Tonnen aus den Ländern...

Farmer vermeldet mehr als 20 Wildereifälle

1 woche her - 07 Juni 2019 | Natur & Umwelt

Windhoek/Otavi (nic) – Insgesamt 22 Mal haben Wilderer in diesem Jahr bereits ihr Unwesen auf der Farm Abachaus zwischen Otjiwarongo und Otavi getrieben, berichtete Eigentümer...

Jährlich bis zu vier Grad wärmer

1 woche her - 07 Juni 2019 | Natur & Umwelt

Windhoek/Karasburg (nic) – Namibia wird immer heißer – und zwar um ein bis 3,5 Grad im Sommer und ein bis vier Grad im Winter, wie...

Pflichtversäumnis der Regierung

1 woche her - 07 Juni 2019 | Natur & Umwelt

Windhoek (ste) - Das namibische Umweltministerium wehrt sich gegen Behauptungen, die in einer Videoaufnahme enthalten sind, die in den elektronischen Medien zirkuliert. „Das Ministerium...

„Für ein sauberes und grüneres Namibia“

1 woche her - 05 Juni 2019 | Natur & Umwelt

Windhoek (lp) - Insgesamt 30 Tonnen recycelbaren Müll sammelten die Schüler der Môreson School for the Cognitively Impaired - das sind insgesamt 219 Kilo pro...

Botswana bleibt unter Beschuss

vor 2 wochen - 04 Juni 2019 | Natur & Umwelt

Von Nina Cerezo, Windhoek/Gaborone „Nach der bitteren Nachricht, dass Botswana das Verbot der Elefantenjagd aufheben wird, muss ich mit Bedauern ankündigen, dass wir keine Reisen...

Winterliche Temperaturen und Nebel suchen zentrale Küste heim

vor 2 wochen - 04 Juni 2019 | Natur & Umwelt

Besonders kühle Temperaturen und dichter Nebel suchen seit dem vergangenen Wochenende die zentrale Küste heim. In Henties Bay und Swakopmund war die Sicht am Vormittag...