25 Juni 2020 | Verkehr & Transport

Namport bricht Rekorde

Namibias Häfen schlagen mehr Güter um als zuvor

Die Häfen von Walvis Bay und Lüderitzbucht haben im vergangenen Finanzjahr deutlich mehr Güter umgeschlagen als im Jahr zuvor – insgesamt mehr als 5,5 Millionen Tonnen. Darüber hinaus hat das Befördern von Gütern entlang sämtlicher Korridore ebenfalls mit rekordverdächtigen Ziffern zugenommen.

Von Erwin Leuschner

Swakopmund/Walvis Bay

Die Hafenbehörde NamPort hat jetzt Bilanz zum gerade abgeschlossenen Finanzjahr (Ende: 31. März 2020) gezogen und rekordverdächtige Zahlen veröffentlicht: „Wir haben eine erstaunliche Steigerung des Frachtumschlags in Höhe von 30 Prozent verzeichnet“, teilte die Hafenbehörde schriftlich mit. Eine Million Tonnen Fracht seien entlang der Korridore befördert worden, während die Häfen von Walvis Bay und Lüderitzbucht insgesamt 5,56 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen hätten.

Das größte Wachstum sei entlang des Trans-Oranje-Korridors mit einer Steigerung von 100 Prozent gemeldet worden. Diese Verdoppelung ist laut NamPort auf mehr als 200000 Tonnen Manganerz zurückzuführen, die über den Hafen von Lüderitzbucht exportiert worden seien. „Der Vorteil des Trans-Oranje-Korridors liegt darin, dass dieser die Minen im südafrikanischen Nordkap bedient, da diese Route viel kürzer als andere Strecken im Nachbarland ist“, heißt es. Der Frachtvertrag sei auf eine „einzigartige Initiative“ mit TradePort Logistics zurückzuführen, die Anfang 2019 vertraglich vereinbart worden sei. Die erste Lieferung Manganerz sei im September 2019 via Lüderitzbucht exportiert worden. „Damit wird sich das Exportvolumen um 360000 Tonnen pro Jahr erhöhen“, so Namport. „Wir rechnen entlang des Trans-Orange-Korridor mit einem 60-prozentigen Anstieg des Gesamtvolumens.“

Indessen sei auch der Import von Mangan über den Lüderitzbuchter Hafen von ursprünglich 30000 Tonnen pro Monat auf 60000 Tonnen pro Monat gestiegen. „Das jährliche Umschlagen dieses Rohstoffes wird sich bei dem Hafen somit auf 720000 Tonnen verdoppeln“, heißt es. Aufgrund dieses enormen Anstiegs habe NamPort mit der Reederei Oldendorff Verhandlungen aufgenommen, einen Last- oder Schleppkahn in Anspruch zu nehmen. Dabei handele es sich um lange Seefahrzeuge mit flachem Boden, mit denen Güter auf Kanälen und Flüssen transportiert werden können. Der Antrieb erfolge entweder aus eigener Kraft oder sie werden von einem Schiff gezogen.

Darüber hinaus habe NamPort im genannten Zeitraum einen beachtlichen Anstieg unterschiedlicher Import- und Exportwaren verzeichnet. Besonders die Ausfuhr von Schiffsersatzteilen habe deutlich zugenommen, da weltweit viele Schiffe vor Anker lägen. Zugleich sei im Vergleich zum Vorjahr 26 Prozent mehr Marmor exportiert worden. Zudem habe der Import von Schwefel (+10%), Ammoniumnitrat (+150%) und Stahl beachtlich zugenommen. „Stahlimporte sind aufgrund der verschiedenen Projekte in der Region und auch in Namibia um 88 Prozent gestiegen“, heißt es.

Und während das Befördern von Gütern entlang sämtlicher Korridore ebenfalls deutlich zugenommen habe, sei bei einem Korridor genau das Gegenteil verzeichnet worden: Wie Namport schriftlich erklärte, ist das Frachtvolumen entlang des Trans-Kunene-Korridors im genannten Zeitraum um 7648 Tonnen beziehungsweise 24 Prozent gesunken.

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