29 Februar 2008 | Wirtschaft

"Namibier sind fleißiger als Chinesen"

Windhoek - Namibia steht im Vergleich mit anderen Ökonomien des südafrikanischen Raums gut da: Namibische kleine, mittlere und große Unternehmen (SMLEs) sind im Vergleich zu Unternehmen anderer Länder mit mittlerem Einkommen "hoch produktiv". Die mittlere Produktivität eines jeden namibischen Arbeiters sei höher als in allen anderen Ländern Afrikas südlich der Sahara. Die Arbeitsproduktivität hier sei sogar höher als die in China, Thailand, Mauritius, Botswana und Swasiland, behauptet die Weltbank in dieser Woche während einer Präsentation in Windhoek.

Die Weltbank hatte die Ergebnisse einer in Namibia durchgeführten Studie zur Einschätzung des Investitionsklimas ("Namibia Investment Climate Assessment") vorgestellt.

Zwischen China und Namibia vergleicht die Weltbank außerdem die Arbeitskosten und kommt zu dem Schluss: "Obwohl die Vollzeit-Monatsgehälter im Land höher sind als in anderen Ländern mit mittlerem Einkommen wie etwa Thailand, China und Botswana, ist die Produktivität höher als die Löhne. Im Ergebnis sind die Arbeitskosten pro Einheit in Namibia relativ niedrig."

Mikrounternehmen seien weitaus weniger produktiv als produzierende kleine, mittlere und große Unternehmen. "Während ein SMLE im Durchschnitt US$ 15000 pro Arbeiter produziert, sind es bei Mikrounternehmen US$ 1400 pro Arbeiter", heißt es. Dieses schlechte Ergebnis führt die Bank darauf zurück, dass die Besitzer von Mikrounternehmen besonders schlecht ausgebildet seien: "Im Durchschnitt haben sie weniger Bildung als die Manager dieser Unternehmen in den meisten anderen Ländern Afrikas mit niedrigem Einkommen."

Im Großen und Ganzen sei das namibische Investitionsklima günstig, so die Weltbank. Jedoch würden vor allem die hohe Kriminalität, hohe Steuern und schlecht ausgebildete Arbeiter von den kleinen, mittleren und großen Unternehmen Namibias als Belastung empfunden. So genannte Kleinst- oder Mikrounternehmen jedoch empfänden den Zugang zu Finanzierung, den Zugriff zu Grund und Boden und die "makroökonomische Instabilität" als Behinderung.

Namibia sei mit ähnlichen Problemen konfrontiert, wie seine Nachbarn: "Namibias heimischer Markt ist klein - ebenso wie der von Botswana, Lesotho und Swasiland. Außerdem ist das Land relativ abgelegen." Die Verluste durch Kriminalität seien in allen SACU-Ländern (Zollunion) hoch, HIV/Aids sei ein ernstes Problem, der Wettbewerb sei recht niedrig und die Arbeitslosigkeit in den meisten Ländern sei sehr hoch, vor allem unter Arbeitern mit wenig Ausbildung.

Gleichzeitig teilten sich die Staaten auch die Vorteile (relativ attraktives Investitionsklima, relativ gute Infrastruktur, relativ "saubere" Regierung und eine relativ moderate Bürokratie) und würden daher miteinander konkurrieren.

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