30 Oktober 2015 | Energie

Namibia meint es ernst

Windhoek (cev) • Das Thema Erneuerbare Energien (EE) gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit. Dies zeigt auch die gestrige Eröffnung des International Renewable Energy Symposium Namibia 2015 (IRES). Zu dem für Namibia ersten Kongress seiner Art erschienen hiesige und internationale Experten. Der Rektor der namibischen Fachhochschule (Polytechnic of Namibia), Tjama Tjivikua, hielt gestern die Willkommensrede: „Die Energiekrise ist eine der größten Bedrohungen der SADC-Region. Die Länder sind sehr von fossilen Brennstoffen abhängig, was zusammen mit dem Klimawandel uns zwingt, auf Alternativen zu setzen.“ Das Thema der Konferenz lautet: „Erneuerbare Energien für den wirtschaftlichen Wohlstand.“ Ein nachhaltiger Energiesektor sei ein wesentlicher Bestandteil der sozioökonomischen Entwicklung – allein in Afrika könnte dieser Wirtschaftbereich rund 100000 Arbeitsplätze schaffen, schätzt Tjivikua. „Wir leben heute in einem globalen Dorf und mit ausreichend Kooperation können wir nur die richtige Richtung einschlagen“, erklärte der Rektor und hob hervor, dass gerade die Entscheidungsträger, Akademiker und Experten gefordert seien, die Kurswende zu schaffen. Dass Namibia den Erneuerbaren Energien (EE) eine große Priorität einräumt, zeige das Energieweißbuch der Regierung aus dem Jahr 1998, erklärte der Leiter des zuständigen Direktorats des Bergbau- und Energieministeriums, John Titus: „Zunächst gab es eine staatliche Abteilung für Erneuerbare Energie. Im Jahr 2006 wurde dann das Renewable Energy Institute (REI) gegründet, dessen Name sich demnächst in Namibia Energy Institute (NEI) ändern wird.“ Laut Titus fallen unter dieses Institut drei Zentren: für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit; für Petroleum; sowie für Nuklearwissenschaften. „Warum benutzen wir nicht unsere Ressourcen? Die Sonne? Das Öl? Und das Uran?“, fragte der Abteilungsleiter rhetorisch. „Die Region südlich der Sahara ist reich an Ressourcen, doch sehr arm was Energie anbetrifft. Doch mit dem verstärkten Einsatz kleiner netzunabhängiger Lösungen, können wir einen Unterschied machen“, sagte die Vorsitzende des Komitees für natürliche Ressourcen im Ministerium, Sophia Swartz, die stellvertretend für Bergbauminister Obeth Kandjoze eine Ansprache hielt. Gerade angesichts der verbreiteten Armut und dem schweren Zugang in ländlichen Regionen sei die Energieversorgung eine immense Herausforderung. Swartz erwähnte in diesem Zusammenhang die Alternative einer dezentralisierten Energieversorgung – „netzunabhängige Miniaturnetzwerke“. Die zunehmende Entwicklung treibe die Energienachfrage an, so Swartz. „Der mangelnde Zugang zu Energie behindert die sozioökonomische Entwicklung.“ Das erste Internationale Symposium zu Erneuerbaren Energien dauert noch bis heute an. Neben zahlreichen internationalen Fachleuten nehmen auch hiesige Energieexperten wie Dr. Detlof von Oertzen, Dr. Wotan Swiegers, Harald Schütt und Conrad Roe­dern an den Diskussionen teil.

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