30 Juni 2020 | Lokales

Namibia im Kampf gegen Menschenhandel

Windhoek (jms/sb) - Namibia wurde von den USA auf Stufe eins der weltweiten Rangliste für Bemühungen im Kampf gegen den Handel mit Menschen hochgestuft. Dies geht aus dem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht zum Thema Menschenhandel (TIP) hervor. US-Außenminister Michael Pompeo gratulierte der namibischen Regierung bei der Bekanntgabe der Rangliste: „Namibia ist das einzige afrikanische Land, das seit 2012 in die Stufe eins eingeordnet wurde“. Insgesamt gebe es nur 34 Nationen weltweit, die momentan auf diesem Niveau eingestuft seien. 22 Länder seien zudem auf eine höhere Stufe gehoben worden, darunter auch 13 Länder aus Sub-Sahara-Afrika. Die Rangfolge der Länder spiegelt nach eigenen Angaben des US-Außenministeriums die Bemühungen der Regierungen wieder, die Mindestanforderung zur Beseitigung des Menschenhandels zu erfüllen. In den Jahren 2016 bis 2019 war Namibia auf der Rangliste noch auf Stufe 2 eingeordnet.

„Namibia hat im vergangenen Jahr große Fortschritte im Kampf gegen den Menschenhandel gemacht, insbesondere durch die Inkraftsetzung des entsprechenden Gesetzes aus dem Jahr 2018 zur Bekämpfung dieser menschlichen Ausbeutung“, sagte die US-Botschafterin in Namibia, Lisa Johnson. Sie verwies auf mehrere wichtige Errungenschaften, darunter auch die Unterbringung aller 30 ermittelten Überlebenden des namibischen Menschenhandels in entsprechende Pflegeheimen sowie die hohe Zahl der noch laufenden und erfolgreich abgeschlossenen Strafverfolgungen. Von 31 Verhaftungen im Zusammenhang mit Menschenhandel im Jahr 2019 habe es 20 in Bezug auf Zwangsarbeit und 11 im Bereich der Zwangsprostitution gegeben. Darüber hinaus habe Namibia insgesamt 15 Gerichtsverfahren wegen des Handels von Menschen zu Zwecken von Zwangsarbeit und sexueller Ausbeutung eingeleitet.

Johnson sagte, dass die Arbeit des vergangenen Jahres entscheidend für die Verbesserung in der Rangliste gewesen sei. „Die Hochstufung spiegelt jedoch nicht nur die Fortschritte des letzten Jahres wieder, sondern zeigt auch, wie weit Namibia sich entwickelt hat. Es hat eine Zeit geben, in der das Land den Menschenhandel nicht als Verbrechen anerkannt hat und sich des Problems nicht bewusst war“, so die Botschafterin. Johnson betonte, dass der Erfolg Namibias zu einem großen Teil dem Engagement der Regierung und ihrer Zusammenarbeit mit privaten Organisationen zu verdanken sei.

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