17 Februar 2012 | Wirtschaft

Namibia hängt Südafrika ab

Windhoek - Wie der Ökonom Floris Bergh erklärte, werde sich das namibische Wirtschaftswachstum stark verlangsamen und bei 3,5 bis 4,5 Prozent landen. Für Südafrika erwarte man lediglich ein Wachstum von 2,5 bis 3,5 Prozent, also deutlich weniger als hierzulande.

In diesem Jahr sollen die Staatseinnahmen in Namibia ca. 28 Mrd. Namibia-Dollar und die Gesamtverschuldung 26 Mrd. Namibia-Dollar betragen. Die vorhergesagte Inflation soll sechs bis sieben Prozent betragen, führte Bergh aus.

Die Prognose für Namibia werde durch mehrere internationale Faktoren beeinflusst. Generell sehe es für Schwellenländer in Sachen Wirtschaftswachstum recht gut aus. So prophezeit Bergh für Industrieländer ein Wachstum zwischen 1,5 und 2,5 Prozent und für Schwellenländer zwischen 5,5 und 8,5 Prozent. Hierfür sei vor allem die Politik verantwortlich. Wie er erklärte, versursache der Eklat mit Iran einen Anstieg der Ölpreise und die europäische Politik verursache fortwährend eine Bankenkrise. Die US-Politik habe global an Vertrauen verloren und durch die vielen Hochwasser, Überschwemmungen und Tsunamis an Australiens und Asiens Küsten sei es zu Lieferengpässe gekommen.
Laut Bergh wird sich die globale Wirtschaft im laufenden Jahr "durchwurschteln". Auch der Wirtschaftsexperte Anil Thakersee meint, 2012 werde ein mühsames Jahr werden. Das globale Einkommenswachstum werde an Fahrt verlieren und so die Erwartungen der Analytiker enttäuschen. Er ist der Meinung, Europa werde von einer Krise zur anderen "taumeln", wodurch Unsicherheiten auf den internationalen Märkten erstmal bestehen bleiben. In Amerika werde zukünftig der Fokus mehr der Politik gewidmet, da am 6. November wieder Wahlen anstehen. "Erst in den Jahren 2013 und 2014 wird sich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit dem eigenen Finanzloch auseinandersetzen", meint Thakersee.

Doch auch der Wachstumsvorreiter China mache den Wirtschaftsexperten Sorgen. "Im schlimmsten Falle", so Bergh, "können die Konjunkturflaute in den USA und in der EU weitergehen, Einnahmen, Marktwert und Handelsware weiter fallen und China einen harten Aufprall erleben". Wie Thakersee erklärte, seien die Märkte im Reich der Mitte im vergangenen Jahr um 18 Prozent und der Kupferpreis um 22 Prozent gefallen. Er geht davon aus, dass 2012 die chinesischen Häuserpreise fallen werden und die Mindestreserve für die kommerziellen Banken gekürzt wird. Allerdings glaubt Thakersee nicht an einen harten Aufprall für China.

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