15 September 2011 | Politik

Namibia eine "Trinker-Nation"

Swakopmund/Walvis Bay - "Namibia ist dabei, eine betrunkene Nation zu werden", sagte Bernadinus Shekutamba, Mitglied im Nationalrat, am Dienstag bei der Nationalratsversammlung in Walvis Bay. Es ist das erste Mal, dass die zweite nationale politische Kammer außerhalb Windhoeks tagt. Die Versammlung hat am Montag begonnen und dauert bis nächsten Donnerstag an.

Die Debatte um die Gesetzgebung von informellen Kneipen (Shebeens) hatte Nationalrat-Vizevorsitzende Magreth Mensah-Williams angestrengt. Sie sagte, dass viele Sheebens sehr nahe an Schulen sowie Kirchen gelegen und somit lärmbelästigend seien. "Wie können Schulkinder lernen, wenn ihre Wohnhäuser in Bars umgewandelt werden oder das Nachbarhaus eine Kneipe ist?", fragte sie. Die anderen Ratsmitglieder stimmten mit ihr überein. Shekutamba ergänzte, dass Präsident Pohamba deshalb eine betrunkene Nation führe. "Es ist Tradition, dass die Person, die alkoholische Getränke verkauft (mit Verweis auf das traditionelle Gebräu Tombo, die Red.), einen Schluck vom Trank nehmen muss. Dies spornt die jüngere Generation zu Alkoholikern an, da oft Kinder die Bar leiten", so Shekutamba.

Mensah-Williams sagte weiter, dass die Polizeikontrollen bei Sheebens nachgelassen hätten und Minderjährige oft ohne Personalausweis alkoholische Getränke kaufen könnten. "Kneipen stehen mit Gläubigen im Wettstreit. Auf der einen Seite haben wir Jesus und auf der anderen Seite Kwaito-Musik. Das muss aufhören", sagte sie. Ihr zufolge würden manche Eltern sogar ihre Tochter für einen Drink verkaufen. "Diese Kneipen sind unsittlich. Von Sheebens ist noch nichts Gutes gekommen", sagte Shekutamba dazu.

Die Mitglieder haben einstimmig beschlossen, dass strengere Kontrollen nötig seien. Die Debatte um eine Beschränkung von Shebeens wurde gestern fortgesetzt.

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