12 März 2021 | Verkehr & Transport

Nakuumba kurz vor Hafendeal

Mehr Land und neue Verwalter für Containerterminal in Walvis Bay

Mit Geld aus den arabischen Emiraten soll der neue Containerterminal im Hafen von Walvis Bay ausgebaut und verwaltet werden. Eine hochrangige Delegation aus Namibia mit Premierministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah an der Spitze befindet sich momentan in Dubai. Auch konnten sich die interessierten Parteien mehr Grund und Boden sichern.

Von S. Noechel und NMH, Windhoek

Die Reise der hochrangigen Abgeordneten unter Leitung von Premierministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah nach Dubai, um Investoren für die Verwaltung des neuen Containerterminals in Walvis Bay zu werben, soll nur eine reine Formalitätssache sein. Die Bedingungen für die Übergabe des Containerterminals an Titus Nakuumba und seine emiratischen Partner sind im Wesentlichen vereinbart.

Nachdem Nakuumba bereits im vergangenen Jahr das Kabinettskomitee für Handel und wirtschaftliche Entwicklung mit einer Präsentation beeindruckt hatte, wie die Anlage verwaltet werden soll, wird Nakuumba sein Geschäftsimperium vom Bauwesen auf das Hafenmanagement ausweiten können. Namibias Hafenbehörde Namport investierte bereits über 4 Milliarden Namibia Dollar in das Projekt.

So sei der Besuch von Scheich Ahmed Dalmook Al Maktoum aus der königlichen Familie von Dubai im Dezember 2020 nach Namibia durch Nakuumba ermöglicht worden. Er selber reist regelmäßig nach Dubai und hat dort Geschäftsinteressen. Dabei ist der Plan enstanden den Containerterminal-Deal an Land zu ziehen.

Mutorwa interviniert

Mitte des vergangenen Jahres fiel Nakuumbas Vorhaben jedoch flach, nachdem der Bau- und Verkehrsminister John Mutorwa den Plan des damaligen Geschäftsführers vom Verkehrsministerium, Willem Goeiemann, vereitelt hatte. Er hatte versucht den Deal, bei dem Namport und die „!Nara Namib Free Economic Zone (Pty) Ltd“ (!NNFEZ) ein Joint Venture zur Verwaltung der Hafenanlage eingegangen wären, durchzusetzen. Mutorwa sagte damals, dass Goeiemann nicht befugt sei, die Angelegenheit zu handhaben und wies darauf hin, dass alle Verfahren ordnungsgemäß eingehalten werden müssen.

!NNFEZ ist ein Unternehmen, bei dem die staatliche NIDA (Namibia Industrial Development Agency) mit 20 Prozent der Minderheitsaktionär ist, während die restlichen 80 Prozent von Bigenkuumba und Afrikuumba gehalten werden. Beide besitzen jeweils 40 Prozent der Anteile, und beide sind Unternehmen, die Nakuumba gehören. Die Parteien wollten seinerzeit einen 50-Jahres-Vertrag zum Betrieb des Containerterminals aushandeln.

Eile mit Weile

Der Plan, die Rechte für den Betrieb der Anlage zu erhalten, bestand schon seit Jahren, der Durchbruch jedoch kam erst im vergangenen Jahr. Aus ungenannten Quellen geht hervor, dass Nakuumba sich später dann mit Vizepräsident Nangolo Mbumba getroffen haben. Es ist jedoch nicht klar, welche Rolle Mbumba in dem ganzen Prozess gespielt hat, aber es gibt Behauptungen, dass er ein Treffen zwischen Nakuumba und Mutorwa vermittelt hatte.

Nakuumba bestreitet jedoch, dass er Mbumba aufsuchte, um Unterstützung in der Sache zu erbitten.

In einem kurzen Gespräch mit der Schwesterzeitung der AZ, der Sun, bestätigte Mbumba, Nakuumba getroffen zu haben. Mbumba sagte, er habe Nakuumba zu verstehen gegeben, dass „Investoren mit Geschäftsvorschlägen an die Regierung direkt herantreten müssen.“

Einer anderen namibischen Tageszeitung ist zu entnehmen, dass die !NNFEZ weitere 185 Hektar Land, direkt von der Walvis-Bay-Stadtverwaltung zugeteilt bekommen hat, nachdem diese einen Antrag bei der Stadtverwaltung eingereicht hatte.

Die Firmengruppe hatte schon vor Jahren (2014) 200 Hektar Staatsland durch ein Abkommen der NDC (Namibian Development Corporation) im Wert von vier Millionen Namibia Dollar erwerben können.

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