23 Oktober 2019 | Lokales

Nahrungsmittelbank auch in Erongo

Geingob will extreme Armut bis 2025 beseitigen – Niemand soll verhungern

Insgesamt 10100 namibische Haushalte profitieren von der Nahrungsmittelbank, die Präsident Hage Geingob vor drei Jahren ins Leben gerufen hat. Diese Woche wurde eine Nahrungsmittelbank für die Erongo-Region eröffnet – das Programm gibt es damit in allen 14 Landesregionen.

Von Erwin Leuschner

Swakopmund

Die Einrichtung von landesweiten Nahrungsmittelbanken gehört zu einer von mehreren Initiativen, wonach die „extreme Armut“ bis 2025 beseitigen werden soll. „Dieses Ziel wollen wir somit fünf Jahre schneller als geplant erreichen – und wir haben in dieser Hinsicht Fortschritte erzielt“, sagte Erongo-Gouverneur Cleophas Mutjavikua bei der Einweihung der Tafel in seiner Region. Mutjavikua hat bei der Gelegenheit die Rede von Präsident Hage Geingob verlesen, der bei dem Anlass nicht anwesend sein konnte.

Dabei zählte Mutjavikua einige Fortschritte auf, wonach die Armut in Namibia zwischen den Jahren 2010 und 2015 zurückgegangen sei. Die extreme Armut sei in diesem Zeitraum von 15,4 auf 10,7 Prozent gesunken, derweil die Ungleichheit bei der Einkommensverteilung bzw. der Gini-Koeffizient von 0,58 auf 0,56 zurückgegangen sei. „Trotz dieses Rückgangs sehen wir ein, dass die Ungleichheit beim Einkommen und beim Wohlstand inakzeptabel ist und zu den höchsten in der Welt zählt“, sagte Mutjavikua. Aus diesem Grund wolle man „Bemühungen in diesem Bereich verdoppeln“.

In der Rede sagte Mutjavikua gleich mehrfach, dass „kein Namibier verhungern muss“. Das Ziel der Nahrungsmittelbanken liege darin, die Hungersnot und Unterernährung in städtischen und stadtnahen Haushalten anzusprechen. Außerdem würden Nahrungsmittelbanken die „Würde entrechteter Jugendlicher“ wiederherstellen, da dank der Tafeln Arbeitsplätze entstehen. „Es war für mich entmutigend, als ich persönlich die Hilflosigkeit von Jugendlichen in einem Stadtteil in Windhoek beobachtet habe“, heißt es in der vom Gouverneur verlesenen Rede des Präsidenten.

Demnach habe Geingob an einem Sonntag nach einem Kirchendienst die Niedergeschlagenheit von Jugendlichen in der Hauptstadt gesehen. Er habe dabei einen „inspirativen Augenblick“ erlebt und an die Erfahrung gedacht, die das Land Kuba in diesem Bereich gemacht habe. Aus Kuba habe es danach technische Unterstützung gegeben, wonach Nahrungsmittelbanken in Namibia errichtet worden seien. „Nach einem Pilotprojekt in der Region Khomas wurde das Programm auf das ganze Land ausgeweitet. Mit der Eröffnung der Tafel in Erongo gibt es das Programm nun in allen Regio­nen“, so Mutjavikua.

Inzwischen würden aber nicht nur 10100 Haushalte von diesem Projekt profitieren, sondern hätten auch 383 junge Namibier dank dieser Initiative einen Job bekommen. „Begünstige diese Projekts bestätigen, dass dank dieses Programms die nötige Hilfe dort geleistet wird, wo sie am wichtigsten ist“, sagte Mutjavikua. Und: „Niemand soll im namibischen Haus verhungern.“

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