28 November 2019 | Natur & Umwelt

NaDEET-Zentrum in Swakopmund

Umweltstiftung fördert Bewusstsein für einen nachhaltigen Lebensstil

Wie wirken Sie sich als Einzelperson oder als Haushalt auf die Umwelt aus? Sonst wollen Sie vielleicht wissen, welche natürlichen Ressourcen es in Namibia gibt und wo? Diese und weitere Fragen werden im neuen Zentrum für Nachhaltigkeit in Swakopmund beantwortet.

Von Erwin Leuschner

Swakopmund

Das neue Zentrum der Umweltstiftung NaDEET (Namibia Desert Environmental Education Trust) bietet viel mehr als nur Aufklärung oder Informationen rund um das Thema ökologische Nachhaltigkeit. NaDEET spezialisiert sich insbesondere auf vier Bereiche: Wasser, Energie, Abfall und Biodiversität. „Wir fördern das Bewusstsein für ein nachhaltiges Leben und die Entwicklung eines entsprechenden Lebensstils“, sagte Viktoria Keding, Direktorin der NaDEET in einem Gespräch mit der AZ.

Das sogenannte städtische Zentrum für Nachhaltigkeit ist eine Erweiterung des renommierten Umweltbildungsprojekts der Stiftung, das im NamibRand-Naturschutzgebiet im Südwesten Namibias zuhause ist. Seit 16 Jahren können dort Menschen aus erster Hand mehr über nachhaltiges Leben, die biologische Vielfalt in dem kargen Gebiet und das Gleichgewicht zwischen menschlicher Existenz und der Umwelt erfahren. Dies ist in ähnlicher Weise nun auch in Swakopmund möglich – die Zweigstelle wurde offiziell im Oktober beim Green Market Centre in der Libertina-Amathila-Avenue eingeweiht.

Dort wurde in einer Halle unter anderem ein kleines Haus gebaut – darin kann jeder genau nachvollziehen, wie groß der persönliche Einfluss auf die Umwelt ist. Die unzähligen, interaktiven Informationstafeln, mit denen das Haus ausgestattet ist, ermöglichen eine Selbstanalyse. So kann man unter anderem an Hand visueller Beispiele erkennen, wie viel Wasser ein normaler Duschkopf im Gegensatz zu einem Sparduschkopf benutzt. Oder, dass beim Aufladen eines Mobiltelefons so gut wie kein Strom verbraucht wird. „Aber wir zeigen auch, wie groß der Gesamtstromverbrauch ist, wenn alle Namibier ihre Mobiltelefone zur gleichen Zeit laden“, erklärte Keding.

In einem anderen Bereich des neuen Zentrums können Besucher mehr über Namibias Ressourcen erfahren. Darüber hinaus verfügt die Einrichtung auch über ausreichend Platz für Schulklassen, die dort unterrichtet werden können. Die Anlage eignet sich allerdings nicht nur für Lehrer und Schüler, sondern auch für Touristen und die Öffentlichkeit. „Nicht jeder kann uns bei NamibRand besuchen, deshalb hoffen wir mit dieser Initiative das Bewusstsein für einen nachhaltigen Lebensstil an einem Ort zu fördern, der eher erreicht werden kann“, so Keding.

Neben den Einrichtungen im NamibRand und in Swakopmund hat NaDEET auch ein erfolgreiches Umwelt-Bildungsprojekt eingeführt. Dabei werden regelmäßig eine Vielzahl an Büchern, Heftchen und weiterem Lesestoff gedruckt und landesweit verteilt – übersetzt in verschiedene Landessprachen. „Das ist ein weiterer Beispiel, wie wir die Aufklärung vorantreiben“, sagte Keding.

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