29 Juli 2019 | Politik

Nachbarland zählt auf Namibia

Simbabwe sieht in Walvis Bay ein Tor zur Welt – Neuer Trockenhafen eingeweiht

Namibia und Nachbarland Simbabwe wollen auf ihrer engen Freundschaft aufbauen: Mit regionaler Wirtschaftsintegration und Impulsen für den Privatsektor sollen Handel und Entwicklung angekur­belt werden – und der Walvis Bayer Hafen soll dabei eine wesentliche Rolle spielen.

Von Nampa und Clemens von Alten

Windhoek/Walvis Bay

Der Walvis Bayer Hafen ist für Simbabwes Wirtschaft von strategischer Bedeutung, erklärte Staatschef Emmerson Mnangagwa, als er einen Trockenhafen seines Landes am Freitag in der Küstenstadt einweihte. „Die hiesige Infrastruktur bietet meiner Heimat nicht nur viele Gelegenheiten sondern vor allem Zugang zu anderen Wirtschaftsmärkten“, betonte der simbabwische Präsident, der am selben Tag wieder abgereist war.

Denn Entwicklungskooperation, wirtschaftliche Zusammenarbeit und regionale Integration standen auch bei Mnangagwas jüngstem Staatsbesuch ganz oben auf der Agenda. Im Vorfeld seiner Ankunft hatte sich auch der gemeinsame Kooperationsausschuss (JCC) zu seiner neunten Sitzung getroffen. „Wir machen Fortschritte, doch der Schwerpunkt unserer Bemühungen muss auf Wirtschaftswachstum und nachhaltiger Entwicklung liegen“, sagte sein namibischer Amtskollege, Hage Geingob. „Daher müssen unsere bilateralen Abkommen fristgerecht umgesetzt werden.“

Vor diesem Hintergrund betonte der namibische Präsident die Rolle der Unternehmenswelt: „Der Privatsektor ist der Wachstumsmotor und daher wollen wir rasch das präferenzielle Handelsabkommen zwischen unseren beiden Ländern entsprechend anpassen.“ Als Mitglieder des Staatenbündnisses SADC (Southern African Development Community) seien beide Länder stets um eine regionale Wirtschaftsintegration bemüht – dem Schlüssel einer „nachhaltigen sozioökonomischen Entwicklung“.

Dabei spiele der ausgebaute Hafen von Walvis Bay eine wichtige Rolle: „Er bietet uns auf atlantischer Seite sowohl für Export als auch Import alternative Schifffahrtswege“, betonte Mnangagwa am Freitag und erwähnte dabei unter anderem Amerika, Europa und Westafrika. Vor diesem Hintergrund bedankte sich der simbabwische Staatschef für das Grundstück des Trockenhafens, das die namibische Regierung im Jahr 2007 dem Nachbarland geschenkt hatte. „Wir stehen in eurer Schuld“, so Mnangagwa. Mit dem Bau der umgerechnet 49 Millionen N$ schweren Investition wurde 2015 begonnen. Dabei handelt es sich um ein Transit- beziehungsweise Verkehrszentrum für Handelsgüter.

Im Rahmen des simbabwischen Staatsbesuches sprach sich Namibias Präsident auch als SADC-Vorsitzender für ein Ende der Sanktionen aus, die den simbabwischen Menschen „unsägliches Leid“ bereiten würden. „Ich verlange von den westlichen Länder, einen konstruktiven Dialog mit der neuen Regierung Simbabwes zu suchen“, so Geingob.

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