02 August 2018 | Afrika

Nach Unruhen in Simbabwe: Präsident fordert unabhängige Untersuchung

Harare (dpa) - Nach gewaltsamen Zusammenstößen mit drei Toten bei Oppositionsprotesten hat Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle gefordert. Wer für Verletzungen oder den Tod von Demonstranten verantwortlich sei, müsse zur Rechenschaft gezogen werden, schrieb Mnangagwa heute auf Twitter. In der Hauptstadt Harare herrschte drei Tage nach der Präsidentenwahl vom Montag eine gespannte Ruhe. Viele Läden blieben geschlossen, Polizei und Militär patrouillierten in den Straßen.
Simbabwer müssten ihre Differenzen „friedlich und respektvoll“ lösen, forderte Mnangagwa. Er stehe in Kontakt mit Oppositionsführer Nelson Chamisa, um die Situation zu deeskalieren. Mnangagwa hatte die Schuld für die Ausschreitungen am Mittwochabend noch allein der Opposition zugeschrieben. Hunderte Anhänger der führenden Oppositionspartei MDC hatten am Mittwoch im Zentrum von Harare protestiert; die Polizei ging mit Wasserwerfern, Tränengas und Gummigeschossen vor. Es fielen auch Schüsse, das Militär wurde ebenfalls eingesetzt.
Die Wahlkommission hat die Ergebnisse der Präsidentenwahl noch nicht bekanntgegeben, weswegen die von Nelson Chamisa angeführte Opposition Wahlbetrug befürchtet. EU-Wahlbeobachter erklärten, jede weitere Verzögerung schade der Glaubwürdigkeit der Wahl. Die Wahlkommission wollte am Donnerstag weitere Ergebnisse bekanntgeben. Die Abstimmung am Montag war die erste Wahl, nachdem Langzeitpräsident Robert Mugabe (94) im November infolge eines Militärputsches zurückgetreten war.

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