07 Januar 2020 | Kommunikation

MTC kämpft mit Software

Mobilfunkbetreiber behebt soeben die letzten Fehler

Seit Jahresbeginn funktionieren die elektronischen Programme des Mobilfunkbetreibers MTC nicht nach Wunsch. Das Personal vertröstet Kunden mit dem Versprechen, man behebe einen System-Absturz. Die Firma beteuert es liege an einer fehlgeschlagenen Aktualisierung der Software.

Von Frank Steffen, Windhoek

Ab dem 2. Januar beschwerte sich die Öffentlichkeit - worunter Leser der AZ - zunehmend über Zahlungen, die an den Mobilfunkbetreiber MTC getätigt worden waren, ohne dass ihnen die Guthaben gutgeschrieben worden waren. Auf telefonische Nachfragen oder an den Schaltern des Betriebs, bekamen Kunden zu hören, dass das elektronische Programm des Betriebs abgestürzt (crashed) sei und die EDV-Abteilung damit beschäftigt sei, die Systeme wieder herzustellen.

Fikameni Mathias, Öffentlichkeitsarbeiter der MTC, gab gestern in einem Gespräch mit der AZ zu, dass es seit Anfang des Jahres maßgebliche Probleme gegeben habe, lenkte aber ein: „Dies ist kein sogenannter Crash. Wir wurden von einem normalen System-Update überrascht. Genau wie jede Firma oder im Falle Ihres PCs zuhause, muss unser System ab und zu aktualisiert werden. Doch diesmal ging vieles daneben, denn nachdem wir die neueste Software-Ausgabe des Programmes hochgeladen hatten, fingen die daran angehängten Programme eines nach dem anderen zu streiken. Wir nähern uns erst jetzt dem Ende dieses Fiaskos.“

Leider habe das System auf ganzer Linie versagt, warum MTC das gesamte Programm von Grund auf mithilfe der bestehenden Datensicherung und -Kopien neu habe zusammenstellen müssen, so Mathias. Es dürfe aber nicht der Eindruck entstehen, dass MTC den Kunden in dieser Zeit nicht helfen habe wollen: „Stellen Sie sich vor, was in unserer Kundendienstabteilung los war, wenn 500 oder mehr Kunden wegen dieser Angelegenheit anriefen. Dass dabei riesige Warteschleifen auf unserem Telefondienst entstanden, war sicher zu erwarten. Das interessierte natürlich keinen verärgerten Kunden mehr, egal wie Leid es uns tat. Wir wollten anfangs jedem Kunden einzeln helfen, bis wir erkannten, dass sich das Problem kontinuierlich ausweitet. Daraufhin trafen wir den Entschluss, auf die Datenkopien zurückzugreifen.“

Sobald der Fehler vollständig behoben sei, werde es im Ermessen der Geschäftsführung liegen, Kunden eventuelle Kosten oder Schäden zu ersetzen, wenn überhaupt. Mathias sei sich darüber im Klaren, dass es Kunden gegeben habe, die für zusätzliche Data-Kapazität gezahlt hätten und trotzdem mit einer überzogenen Rechnung sitzen, weil ihnen das Data-Guthaben nicht gutgeschrieben worden war. Somit werden ihnen Data-Transaktionen gegen die normale Telefongebühr - also verteuert - gegengeschrieben worden sein. „Wie wir das lösen kann ich nicht beurteilen, ich bin nur froh, dass die Probleme seit Samstag weniger werden und ich momentan jeden Moment auf die Bestätigung warte, dass das Netz wieder 100-prozentig in Ordnung ist.

Sämtliche Zahlungen und Einkäufe für Data sowie Transaktionen zur Umwandlung von Kreditguthaben in Data-Guthaben waren von dem Ausfall affektiert, doch trifft die verteuerte Rate nur in Fällen zu, wo das Data-Guthaben abgelaufen oder verbraucht und daher neu ersetzt worden war.

Gleiche Nachricht

 

WACS-Reparatur dauert noch

vor 2 tagen - 17 Februar 2020 | Kommunikation

Swakopmund/Windhoek (er) - Die Reparaturen an dem Unterseeglasfaserkabel WACS, das Namibia mit der Welt verbindet und vor einem Monat beschädigt worden war, sind noch nicht...

Stadt verhindert Kabelverlegung

vor 2 tagen - 17 Februar 2020 | Kommunikation

Von Yolanda Nel & Frank Steffen, Windhoek In der vergangenen Woche kam es zu wiederholten Konfrontationen zwischen den Arbeitern des Telekommunikationsunternehmens und der Stadtpolizei, die...

Beginn der Reparaturen an den Unterseekabeln SAT-3 und WACS...

vor 3 wochen - 28 Januar 2020 | Kommunikation

Swakopmund/Kapstadt (er) - Das Kabelverlegungsschiff Leon Thevenin soll planmäßig am heutigen Abend (28. Januar) die erste Bruchstelle des Untersee-Glasfaserkabels WACS erreichen und Reparaturen an dem...

Telecom Namibia wieder am Netz

vor 4 wochen - 20 Januar 2020 | Kommunikation

Swakopmund/Windhoek (er) - Namibias internationale Internetverbindung wurde am Freitagabend gegen 18 Uhr wiederhergestellt, nachdem der Telekommunikationsanbieter Telecom Namibia eine alternative Brandbreitenkapazität über die Ostküste Afrikas...

MTC kämpft mit Software

vor 1 monat - 07 Januar 2020 | Kommunikation

Von Frank Steffen, Windhoek Ab dem 2. Januar beschwerte sich die Öffentlichkeit - worunter Leser der AZ - zunehmend über Zahlungen, die an den Mobilfunkbetreiber...

Fischfabrik setzt auf Sonnenenergie

vor 3 monaten - 11 November 2019 | Kommunikation

Von Erwin Leuschner Swakopmund/Walvis Bay Die Firma Alensy Energy Solutions finanziert ein Investment in Höhe von 5,5 Millionen Namibia-Dollar, wodurch die Fischfabrik Tunacor ein Fabrikdach...

Kostenlos verbunden

vor 3 monaten - 07 November 2019 | Kommunikation

Von Erwin Leuschner, Swakopmund Es soll eine schnelle, zuverlässige und erschwingliche Internetverbindung auf alle Swakopmunder warten. Das meint zumindest das Privatunternehmen Demshi Investment Holdings, das...

Beschädigter Teil des Unterseekabels WACS wird ersetzt

vor 5 monaten - 11 September 2019 | Kommunikation

Swakopmund (er) • Momentan wird ein rund zwei Kilometer langes Stück des Unterseekabels WACS (West Africa Cable System) am Strand von Swakopmund ersetzt. Die AZ...

Internetpläne nicht ausgereift

vor 5 monaten - 10 September 2019 | Kommunikation

Von Frank Steffen und Ogone Tlhage, Windhoek Laut dem Telekommunikationsunternehmen Paratus Telecom ist es verfrüht an die Mobilfunktechnologie der fünften Generation - dem sogenannten 5G...

Paratus setzt aufs Stromnetz

vor 6 monaten - 31 Juli 2019 | Kommunikation

Von Nampa und Clemens von AltenWindhoekParatus Telecom und NamPower haben am Montag in Windhoek einen Vertrag unterzeichnet, der dem privaten Kommunikationsanbieter erlaubt, das vorhandene Glasfasernetzwerk...