03 Juni 2019 | Natur & Umwelt

Ministerium weist Schuld von sich

Umweltbehörde fordert Bewohner auf, Disput um Sandabbau selbstständig zu lösen

Das Umweltministerium weist Vorwürfe von sich, in dem Disput um den Sandabbau im Norden nicht richtig gehandelt zu haben und fordert vielmehr die betroffenen Bewohner dazu auf, den Streit eigens und ohne eine Schuldzuweisung an das Ministerium zu schlichten.

Von Nampa und Nina Cerezo, Windhoek/Ongwediva

Obwohl das Ministerium für Umwelt und Tourismus (MET) den Sandabbau in den Ortschaften Iiheke ya Nakele und Onanime in der Omusati-Region vorerst unterbunden hat (AZ berichtete), sind die Wogen bei den dort ansässigen Bewohnern noch nicht geglättet. Bei einem kürzlich stattgefundenen Treffen von Mitgliedern eines parlamentarischen Ausschusses zum Schutz natürlicher Ressourcen und der traditionellen Stammesbehörde der Uukwambi, machte es deren Häuptling Herman Iipumbu dem Ministerium zum Vorwurf, die entsprechenden Umweltzertifikate überhaupt ausgestellt zu haben. „Die Schuld liegt also offensichtlich nicht bei uns, denn wir können diese Genehmigungen nicht erteilen“, sagte Iipumbu bei der Zusammenkunft am 21. Mai. Damit sehe er eindeutig die Schuld für den anhaltenden Streit unter den Gemeinschaften bei der Behörde.

Romeo Muyunda, Pressesprecher des Ministeriums, wies diesen Vorwurf zurück. Vielmehr seien die Umweltzertifikate erst auf Bewerbung der traditionellen Behörde ausgestellt und anschließend widerrufen worden, nachdem Zweifel an den Angaben des Antragstellers aufgekommen seien. Weiter sei bekanntgeworden, dass die Gemeinden der beiden Standorte Iiheke ya Nakele und Onanime nicht vorschriftsmäßig befragt worden seien. „Die Zertifikate können gegebenenfalls auch gänzlich annulliert werden“, erläuterte Muyunda und wies weiter darauf hin, dass „eine Person, die irreführende Informationen liefert, strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden kann“. Weiter forderte der Pressesprecher die Gemeinschaften dazu auf, den Disput selbstständig untereinander zu lösen.

Der Sandabbau in den genannten Ortschaften hat zu kommerziellen Zwecken in den vergangenen 20 Jahren stattgefunden. Ende März hatte Umweltminister Pohamba Shifeta die Gültigkeit der im Dezember 2018 erteilten Zertifikate widerrufen, nachdem es wiederholt zu Kommunalprotesten in der Region gekommen war. Dabei hatte es geheißen, dass die Zustimmung der betroffenen Bewohner nicht eingeholt worden sei. Die Anwohner hatten den Schritt der Widerrufung mit großer Freude begrüßt (AZ berichtete).

Gleiche Nachricht

 

Aufruf zur Säuberungskampagne am Samstag

vor 7 stunden | Natur & Umwelt

Das Ministerium für Umwelt und Tourismus (MET) hat alle Namibier aufgefordert, an der für den 21. September angesetzten, nationalen Aufräumaktion teilzunehmen, auch wenn der Schwerpunkt...

N?aJaqna-Hegegebiet investiert selbst

vor 7 stunden | Natur & Umwelt

Von Frank Steffen, Windhoek/Tsumkwe Gerade hatte sich der N?aJaqna-Clan erfolgreich gegen die Entwicklung und Aufteilung ihres Kommunalgebiets gewehrt, weil dies nicht ihren Vorstellungen entsprach (AZ...

Plastikgebühr ab Oktober in Kraft

vor 1 tag - 19 September 2019 | Natur & Umwelt

Windhoek (cev) – Ab kommenden Monat wird auf jede Einkaufstüte eine staatliche Abgabe in Höhe von 0,50 Namibia-Dollar fällig sein. Das bestätigte gestern das Finanzministerium...

Hegegebiet neu überdacht

vor 2 tagen - 18 September 2019 | Natur & Umwelt

Von Catherine Sasman & Frank Steffen, Windhoek Das Ministerium für Landreform (MLR) hat den Plan, neun Landwirtschaftseinheiten im Schutzgebiet der NǂaJaqna, in dem Bezirk...

Phosphat-Gegner gewinnen Zeit

1 woche her - 11 September 2019 | Natur & Umwelt

Von Clemens von Alten, WindhoekIm Vorfeld der Verhandlung am Obergericht, machte der Gewerkschaftsdachverband NUNW (National Union of Namibian Workers) auch in Windhoek gegen den geplanten...

Meeresschildkröte in Walvis Bay gerettet

1 woche her - 11 September 2019 | Natur & Umwelt

Eine Meeresschildkröte wurde gestern Morgen an der Landungsbrücke vom Fischereiunternehmen Freddie Fish in Walvis Bay gefangen. „Sie war sehr erschöpft und ist am Auge verletzt“,...

Verendeter Elefant ohne Stoßzähne wird jetzt untersucht

1 woche her - 11 September 2019 | Natur & Umwelt

Swakopmund/Omaruru/Windhoek (er) • Auf einer Farm in der Erongo-Region wurde am Wochenende ein angeblich vergifteter Elefant entdeckt – seine Stoßzähne waren entfernt worden. „Wir untersuchen...

Massendemo gegen Phosphatabbau

1 woche her - 10 September 2019 | Natur & Umwelt

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Walvis Bay/Windhoek„Der Abbau von Phosphat vom Meeresboden, wird das Meer verunreinigen und das Leben im Wasser zerstören“, sagte Paulus Hango, Präsident des...

Namibias Vogelwelt

vor 2 wochen - 06 September 2019 | Natur & Umwelt

Haben Sie sich je gefragt, wie lange der Maskenweber braucht um ein Nest zu bauen oder was ein Strauß frisst? Oder wie viel ein Honigsauger...

Finanzhilfe gegen Klimawandel

vor 2 wochen - 05 September 2019 | Natur & Umwelt

Von Frank Steffen, Windhoek Der namibische Minister für Umwelt und Tourismus (MET), Pohamba Shifeta, kündigte gestern die Unterzeichnung einer Abmachung an, laut der ein...