15 Mai 2019 | Afrika

Militär und Opposition im Sudan einigen sich

Dreijährige Übergangsphase beschlossen – Wieder Tote bei Demonstrationen

Khartum (dpa) - Im Sudan haben sich das regierende Militär und die Opposition auf eine dreijährige Übergangsphase geeinigt. Zudem soll es einen Legislativrat geben, der zu zwei Dritteln von der Opposition besetzt werden soll, wie Jassir al-Atta vom militärischen Übergangsrat in der Nacht zum Mittwoch mitteilte. Innerhalb von 24 Stunden soll demnach die Vereinbarung zwischen den beiden Seiten endgültig stehen. Unter anderem muss noch entschieden werden, wie der Souveräne Rat besetzt wird, das höchste Regierungsorgan.

Zuvor sind bei Protesten der Opposition in Sudans Hauptstadt Khartum mindestens sechs Demonstranten getötet worden, teilte ein Verband sudanesischer Ärzte am Dienstag mit. Das Oppositionsbündnis Deklaration für Freiheit und Wandel berichtet, Augenzeugen zufolge hätten die Schnellen Einsatztruppen (RSF), eine berüchtigte Einheit der Streitkräfte, auf Demonstranten geschossen. Man mache den militärischen Übergangsrat für den Vorfall am Montag verantwortlich, sagte Chalid Omer vom Oppositionsbündnis. Dem Übergangsrat zufolge wurde auch ein Mitglied der Streitkräfte getötet. Der Rat machte dafür unbekannte Gruppen verantwortlich, die die Lage zwischen dem Militär und den Demonstranten „eskalieren“ wollten, hieß es.

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