06 Juni 2019 | Lokales

Milch und Brot bald vor der Haustür

Tweya ermutigt Bauherren, auch auf dem Land tätig zu werden

Beim „ersten Spatenstich“ für das erste Geschäftszentrum im Vorort Elisenheim erhofft sich Wirtschaftsminister Tjekero Tweya, dass die Entwickler und Bauherren sich auch in den ländlichen Gebieten engagieren, um Abwanderung in die Städte zu bremsen.

Von Eberhard Hofmann Windhoek/Elisenheim

Erdbewegung und Bautätigkeit für den von den Entwicklern Trustco schon lange versprochenen Ladenkomplex haben im März dieses Jahres begonnen. Der zeremonielle erste Spatenstich mit dem Minister für Industrialisierung, Handel und Entwicklung von Kleinunternehmen ist jedoch erst gestern auf dem Baugelände erfolgt, wo die Fundamente bereits gegossen und die Strukturen für Stahlbeton in die Höhe gehen. Das Geschäftszentrum soll im ersten Quartal 2020 in Betrieb genommen werden. Ein Redner gab sich besonders optimistisch: das Bau-Unternehmen Namibia Construction liege derzeit „zwei Tage“ vor dem planmäßigen Zeitplan.

Tjekero Tweya benutzte die Gelegenheit, vor Unternehmern, Bauherren und Finanziers die Neuausrichtung seines Ressorts zu erläutern, das früher Handel und Industrie genannt wurde, aber mit Betonung auf Rohstoffveredelung und Existenzförderung auf „Industrialisierung, Handel und SME-Entwicklung“ umgetauft wurde.

Die rund 4000 bisher angesiedelten Einwohner in ca 1000 Haushalten in Häusern und Flats im „städtischen Dorf Elisenheim“, wie die Entwickler werben, müssen noch knapp ein Jahr lang Milch und Brot aus Windhoek beschaffen, bis das Geschäftszentrum, bestehend aus 15 Läden auf 2000 Quadratmetern, inklusive der Ladenkette Super Spar, vor Ort etabliert sind. Ein Bottle Store sei auch dabei, hebt die Erklärung des Trustco-Konzerns hervor. Beim Einkauf in Windhoek müssen rund 40 Kilometer zurückgelegt werden.

Bisher wurden 400 Grundstücke mit Einzelhäusern bebaut sowie ein halbes Dutzend Komplexe mit Etagenwohnungen errichtet. Insgesamt will Trustco noch rund 5400 Grundstücke bebauen. Mit Blick auf die Vollendung des Vororts spricht Marco Erasmus, Trustco-Chef für Versicherung und Investment, von „einer geschlossenen Ortschaft mit 44 000 Menschen, die dort leben, arbeiten und sich in der schönen natürlichen Umgebung entspannen“. Er ging auch auf die gegenwärtige Depression der Wirtschaft ein - „eine der schlimmsten Perioden unserer Geschichte“-, die engere Zusammenarbeit erfordere, um den Mann auf der Straße mehr Arbeits- und Existenzmöglichkeiten zu bieten.

Auf der Baustelle sind derzeit 300 Arbeitskräfte beschäftigt, bis in zehn Monaten das Projekt fertiggestellt sein soll. In den neuen Läden und durch die Dienstleistungsstellen stehen danach 200 Arbeitsstellen in Aussicht, darunter eine Apotheke, Restaurant, Wäscherei, Friseursalon, Geldautomaten, Autowäscherei und Ähnliches. Ben Jooste, Geschäftsführer der involvierten Immobilienfirma Oryx Properties Ltd., fordert Interessenten sich zu melden an möglicher Beteiligung bei den Läden auf,.

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