25 März 2019 | Afrika

Mehr Zyklon-Opfer in Afrika

UN weiten Hilfseinsatz nach Tropensturm „Idai“ stark aus

Genf/Beira/Frankfurt/Main (dpa) - Die Zahl der Todesopfer infolge des verheerenden Zyklons „Idai“ in Südostafrika schnellt in die Höhe. Nach Regierungsangaben kamen in den drei betroffenen Ländern Mosambik, Malawi und Simbabwe mindestens 615 Menschen um, wie ein Sprecher des UN-Nothilfebüros in Genf am Samstag sagte. Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) baut seinen Einsatz stark aus.

„Das Ausmaß der Krise ist erschütternd“, sagte der Generalsekretär der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC), Elhadj As Sy, nach einem Besuch in der schwer beschädigten Stadt Beira in Mosambik. Dort behelfen sich mehr als 500000 Menschen, die nicht genug zu essen oder sauberes Wasser haben. Es seien schon erste Cholerafälle gemeldet worden, sagte Sy. In den überfluteten Gebieten steige die Zahl der Malaria-Kranken.

Nothelfer haben die Lage auch gut eine Woche nach dem verheerenden Sturm noch nicht im Griff. Die Überschwemmungen haben einen mehr als 125 Kilometer langen See geschaffen. In einige verwüstete Regionen seien immer noch keine Helfer vorgedrungen, berichtete das UN-Kinderhilfswerk Unicef. Das deutsche Technische Hilfswerk (THW) hat Experten und zwei Anlagen zur Aufbereitung von Trinkwasser in die verwüstete Hafenstadt Beira geflogen.

Am 15. März hatte der Wirbelsturm Mosambik, Malawi und Simbabwe verwüstet und mit schweren Regenfällen weite Landstriche unter Wasser gesetzt. Nach Angaben der Regierung Mosambiks kamen dort mindestens 417 Menschen ums Leben, in Simbabwe waren es nach Regierungsangaben 139 und in Malawi 59, sagte ein Ocha-Sprecher in Genf. Die Zahlen stammten von den Regierungen, betonte er.

Unicef geht davon aus, dass mindestens 1,8 Millionen Menschen betroffen sind, davon die Hälfte Minderjährige. Die Zahl dürfte aber weiter steigen, warnte es. Mindestens 600000 haben laut WFP ihre Bleibe verloren. Allein in Beira seien 11000 Häuser völlig zerstört worden, ebenso 2600 Klassenzimmer und 39 Gesundheitszentren, so Unicef. Krankheiten bedrohten die Obdachlosen.

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