12 August 2019 | Finanzen

Mehr verdächtige Aktivitäten

Dubiose Transaktionen: Zentrale Meldestelle baut Kontrollen aus

Infolge einer verbesserten Aufsicht berichtet die Finanzmelde-stelle von einer starken Zunahme verdächtiger Aktivitäten, die nun gegebenenfalls von den zuständigen Strafverfolgungsbehör-den untersucht werden. Allerdings hat auch diese Behörde mit Geld- und Personalnot zu kämpfen.

Von Clemens von Alten

Windhoek

Seit April 2018 bis Ende März dieses Jahres hat die Zentrale Finanzmeldestelle (Financial Intelligence Centre, FIC) eigenen Angaben zufolge mehr als 1,7 Millionen Berichte von Auffälligkeiten erhalten – dabei handele sich um beispielsweise dubiose Geschäfte, fragwürdigen Geldverkehr und Auslandsüberweisungen beachtlicher Summen.

Auffällige Transaktionen

„Im Vergleich zum Vorjahr hat es vor allem bei verdächtigen Aktivitäten und Transaktionen einen erheblichen Anstieg gegeben“, heißt es in dem am Mittwoch in Windhoek vorgestellten Jahresbericht. Darin wird ein Betrag von knapp 6,3 Milliarden Namibia-Dollar erwähnt – Geld, das möglicherweise kriminellen Ursprungs und nun Gegenstand entsprechender Ermittlungen sei. Dafür habe FIC hiesigen und internationalen Vollzugsbehörden insgesamt 338 nachrichtendienstliche Berichte zukommen lassen.

Ferner habe die Meldestelle im vergangenen Jahr mit 279 Berichten doppelt so viele verdächtige Aktivitäten registriert als im Zeitraum davor. Dieser Anstieg wird mit besseren Kontrollmaßnahmen erklärt, was unter anderem gezielter Schulung zu verdanken sei. Zudem habe die Behörde mit insgesamt 1328 dubiosen Transaktionen nur geringfügig weniger Fälle (-2%) registriert, was ebenfalls einer besseren Aufsicht zuzuschreiben sei. Gleichzeitig habe es einen extremen Anstieg bei Zusatzinformationen geführt – die Anzahl Berichte sei von 141 auf 503 (+257%) gewachsen. Indes habe sich auch der Zuständigkeitsbereich der Behörde vergrößert: „Zurzeit fallen insgesamt 1850 Institutionen unter die Aufsicht der FIC (Stand: 31. März 2019)“, heißt es.

Ferner sei es der Finanzmeldestelle auch gestattet, einer Bank aufzutragen, ein Konto für bis zu zwölf Tage zu sperren, sollten dort Erträge einer Straftat vermutet werden. „In dem Berichtszeitraum haben wir insgesamt 25 Mal eingreifen müssen – dabei handelte es sich um eine Gesamtsumme in Höhe von mehr als 471,9 Millionen Namibia-Dollar“, wird in dem FIC-Jahresbericht erklärt.

Kontrolle mit Hürden

Allerdings gebe es auch erhebliche Herausforderungen. Neben einem „schwierigen Wirtschaftsumfeld“ stehe der Meldestelle weder genug Personal noch ausreichend Geld zur Verfügung, um ihrer „umfangreichen“ Aufgabe gerecht zu werden. „Diese Diskrepanz erschwert es,

Erträge aus Straftaten herauszufiltern und die Finanzierung krimineller Aktivitäten aufzuhalten“, heißt es.

Zudem will die Finanzmeldestelle künftig noch enger mit Interessenvertretern zusammenarbeiten und mehr tun, um die Bevölkerung aufzuklären. „Das beschränkte Verständnis von Seiten der Öffentlichkeit, Behörden, Institutionen und anderen Beteiligten behindert weiterhin unsere Arbeit“, so das Financial Intelligence Centre.

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