30 April 2020 | Gesundheit

Mehr Testkapazität dank Old-Mutual-Spende

Windhoek (sb) - Der Finanzdienstleister Old Mutual hat dem Namibischen Pathologie Institut (NIP) in dieser Woche eine Sachspende im Wert von 1,78 Millionen Namibia-Dollar übergeben. Die Summe sei Teil einer Spendenkampagne, bei der Old Mutual der Erweiterung von COVID-19-Teskapazitäten insgesamt 2,7 Millionen Namibia-Dollar widme, erklärte Kosmas Egumbo, der Vorsitzende des Aufsichtsrates von Old Mutual.

Die Spende beinhalte neben zwei automatischen Extraktionsmaschinen auch Reagenzien für circa 10080 Tests. Die Geräte sollen die Testkapazität des staatlichen Labors fast verdoppeln, wie der NIP-Vorsitzende Bryan Eiseb erklärte. Anstatt nur 100 Tests pro Tag könne man nun 180 durchführen. Die Automatisierung des bisher manuellen Prozesses trage derweil zum Schutz der Labormitarbeiter bei, da so der direkte Kontakt mit den Proben reduziert werde.

„In Namibia wurden bisher 686 Corona-Tests durchgeführt“, sagte der NIP-Betriebsleiter Boniface Makumbi am Dienstagnachmittag. Diese Zahl beinhalte Tests von bereits bestätigten Fällen, berücksichtige aber nicht die Proben, die von Pathcare Namibia zur Auswertung nach Südafrika zum Institut für Ansteckende Krankheiten (NICD) geschickt worden seien. Momentan führe das Labor täglich circa 50 Tests durch, einschließlich der Kontrollen des sogenannten semi-automatisierten Testverfahrens.

Das Windhoeker Hauptlabor ist zurzeit die einzige staatliche Teststelle. Zurzeit werden Proben aus anderen Regionen über Nacht nach Windhoek verschifft, um dort getestet zu werden. Im Falle einer umfangreichen Testkampagne der Regierung müsse aber die Kapazität erhöht werden, erklärte Makumbi. Der Staat plane Labore in Oshakati, Rundu, Katima Mulilo, Walvis Bay und Keetmanshoop für Corona-Tests auszustatten. NIP habe noch zusätzlich 12000 Reagenzien bestellt, die Anfang Mai erwartet werden.

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