15 Oktober 2018 | Energie

Mehr Solarstrom unterwegs

Alweendo: Private Energieerzeuger werden immer wichtiger

Weil Namibia sich in zwölf Jahren als Industrienation bezeichnen will, aber nach wie vor rund zwei Drittel seines Energiebedarfs importiert, sollen unabhängige Stromproduzenten eine immer größere Rolle spielen. Bis 2020 sollen sogenannte IPPs über 40 Prozent der namibischen Energie produzieren.

Von Clemens von Alten, Windhoek

Die hiesige Regierung hat unabhängigen Energieproduzenten (IPPs) in Namibia ein konkretes Ziel gesetzt und entsprechend in ihrer Versorgungsplanung einbezogen. „Unsere staatlichen Entwicklungsziele sehen es vor, dass wir in den kommenden drei Jahren unsere eigene Kapazität um weitere 220 Megawatt ausbauen“, erklärte am Freitag Bergbau- und Energieminister Tom Alweendo in Windhoek. „Davon wird der staatliche Stromversorger NamPower 150 MW übernehmen, während 70 MW mittels Ausschreibungen den sogenannten IPPs überlassen werden – 20 MW bis zum Jahr 2020 und weitere 50 MW bis 2022.“

Insgesamt gibt es laut dem Minister bisher 19 private Energieerzeuger, die mit NamPower Stromabnahmeverträge unterzeichnet haben. Diese Übereinkommen sollen spätestens ab 2020 insgesamt 175,5 MW erneuerbare Energie liefern, was durch das Programm REFIT (Renewable Energy Feed-In Tarif) ermöglicht werde. Bisher seien elf der insgesamt 14 Projekte, die sich für REFIT qualifizieren konnten, in Betrieb genommen worden. „Zwischen April 2015 und September dieses Jahres wurden in Namibia 67,5 MW in Form von erneuerbaren Energieprojekten installiert“, so Alweendo. „Aktuell entspricht das rund 15 Prozent der verfügbaren Gesamtkapazität Namibias – bis 2020 werden IPPs allerdings 41 Prozent (183 MW) ausmachen.“

Gegenwärtig sind dem Minister zufolge sechs weitere private Solarprojekte im Bau, die „im Dezember in Betrieb genommen und der namibischen Gesamtkapazität 72 MW hinzufügen werden“. Zudem sei ein zweiter Windpark geplant, der spätestens im Jahr 2020 weitere 44 MW liefern soll. „Das zeigt, die immer wichtigere Rolle, die unabhängige Stromerzeuger im namibischen Energiemix spielen“, so Alweendo. „Und es zeigt die wachsende Beteiligung des Privatsektors an der Energieversorgung – eine Branche, die sich ständig verändert.“

Laut dem Minister betrug der Energiebedarf Namibias in diesem Jahr 652 MW. Dabei besitze das Land lediglich eine installierte Gesamtkapazität 557 MW, wovon allerdings nur maximal 467 MW zur Verfügung stehen (einschl. der IPPs). „Das liegt an dem alternden Van-Eck-Kraftwerk in Windhoek, das trotz Sanierung nur 30 der installierten 120 MW erzeugen kann“, so Alweendo. Derweil liefere das Ruacana-Wasserkraftwerk 347 MW, während die Schweröl-Anlage Anixas 22,5 MW der Gesamtkapazität hinzufüge.

Dennoch ist Namibia weiterhin auf Energieimporte angewiesen, weil kein leistungsfähiges Grundlastkraftwerk vorhanden ist und das Ruacana-Kraftwerk vom Flusspegel abhängig ist. Somit habe Namibia 2017 nur 41 Prozent des eigenen Energiebedarfs generieren können – die restlichen 59 Prozent kamen aus dem benachbarten Ausland.

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