05 Juli 2019 | Natur & Umwelt

Mehr Elefanten denn je

Tausende Vorfälle mit Problemtieren im vergangenen Jahr

Swakopmund/Windhoek (er) - Elefanten in Namibia sind laut dem Umweltministerium alles andere als vom Aussterben bedroht. Die Anzahl der Tiere hat sich seit der Unabhängigkeit mehr als verdreifacht und hat den höchsten Stand in 100 Jahren erreicht. Allerdings hat sich dadurch der Mensch-Tier-Konflikt deutlich zugespitzt.

Der Staatsekretär des Ministeriums für Umwelt und Tourismus, Teofilus Nghitila, hat diese Woche in einer acht-seitigen Erklärung einige Zahlen und Daten veröffentlicht. Außerdem nahm er Stellung zu dem kontroversen Abschuss des bekannten Elefantenbullen „Voortrekker“, welches für weltweite Schlagzeilen sorgt (AZ berichtete).

Laut Nghitila gibt es in Namibia momentan mehr als 24000 Dickhäuter - im Jahr 1995 wurden nur 7000 gezählt. Es handele sich dabei um eine Schätzung, die auf einer Zählung aus der Luft im Jahre 2015 beruht. „In diesem Jahr ist die nächste Zählung vorgesehen“, teilte Nghitila mit. Der Großteil der Elefanten komme im Nordosten des Landes vor - insgesamt 19549 habe man dort verzeichnet: 13136 in den Regionen Sambesi und Kavango-Ost, inklusive des Bwabwata-Nationalparks. Die Anzahl Dickhäuter im Khaudum-Nationalpark wird mit 6413 Tieren angegeben.

Im Nordwesten von Namibia wurden aktuell 4627 Tiere gezählt, welches den Etoscha-Nationalpark mit 2911 Elefanten einschließt. Die übrigen 1716 Tiere sollen in den Regionen Erongo, Kunene und Omusati vorkommen. Bei diesen Schätzungen handele es sich um Zahlen aus dem Jahre 2016. „Elefanten kommen aber auch weiter südlich in den Ugab- und Omaruru-Revieren vor und haben ihr Gebiet in den vergangenen 20 Jahren deutlich vergrößert“, heißt es in der Mitteilung.

Wenn der Mensch-Tier-Konflikt zugenommen habe, so habe die nun einkehrende Dürre solche Vorkommen zusehends verschlimmert. Nghitila zufolge wurden dem Ministerium in 2018 insgesamt 6143 Zwischenfälle mit Problemtieren gemeldet. „Traurig ist, dass dadurch sogar Menschenleben verloren wurden“, berichtet der Staatsekretär und resümiert zum Schluss: „Der Mensch-Tier-Konflikt fordert einen Balanceakt zwischen dem Naturschutz und der Sicherheit unserer Landeseinwohner, die den Lebensraum mit wilden Tieren teilen.“

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