31 Juli 2003 | Wirtschaft

Meeresboden absaugen

Der Abbau der Diamanten vom Meeresboden steht zwischen Oranjemund und Lüderitzbucht erst am Anfang.

Das versichert Hennie Bredenhann, geschäftsführender Direktor von Debmarine.





In diesem Jahr wird Debmarine Namibia, eine Tochtergesellschaft von Namdeb sowie "namibianisierter" Ableger von De Beers Marine in Südafrika, 573000 Karat Diamanten vom Meeresboden heben oder "absaugen". Mit den zwei zusätzlichen und neu hergerichteten Diamantschiffen !Gariep und Toivo ya Toivo, wodurch die schwimmenden Diamantheber auf dem namibischen Atlantik auf fünf anwachsen, will die seetüchtige Gesellschaft die Produktion im nächsten Jahr bereits auf 750000 Karat steigern, wie Hennie Bredenhanns Prognosen vor den namibischen Medien lauten. Durch die zwei Schiffe sind noch 200 zu 433 bestehenden Arbeitsstellen entstanden.


Die Qualität der Meeresdiamanten sei genauso gut wie die Edelsteine, die im namibischen Sperrgebiet an Land gewonnen werden, beteuerte Bredenhann beim jüngsten Pressebriefing. Namibische Diamanten eignen sich vornehmlich zum Brillantschliff. Die Frage nach der Lebensdauer des kapitalintensiven Abbaus vom Meeresgrund beantwortet Bredenhann mit einem Hinweis auf die Größe des Konzessionsgebiets und den Prozentsatz dieser Fläche, den Debmarine bisher "angebohrt und abgesaugt" hat: Aus der zugeteilten Konzession von 6000 Quadratkilometern Meeresgrund hat Debmarine bisher 20 Quadratkilometer abgebaut, hauptsächlich auf einer Tiefe um 125 Meter. Die Frage nach möglichem Umweltschaden relativiert Bredenhann durch einen Vergleich. Ein Schwefelausbruch richte sehr viel mehr Schaden an. Debmarine sei ferner nach der ISO-Norm als umweltverträgliches Unternehmen eingestuft und arbeite im Bereich der Ökofragen mit unabhängigen Instituten wie die Universität von Kapstadt zusammen.


Debmarine Namibia wurde vor drei Jahren gegründet, hat zum Teil die Konkursmasse von Namco übernommen und ist laut Bredenhann bei der Namibianisierung des Personals bei einem Anteil von 47% angekommen. Die Betriebskosten des Ozean-Minenbetriebs: N$117 Millionen per Jahr.

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