19 März 2021 | International

Mediengastgeber

Windhoeker Mediendeklaration erneut im Fokus

Dreißig Jahre nach Verabschiedung der Windhoeker Mediendeklaration von 1991 in der namibischen Hauptstadt treten namibische Redakteure im Mai als Gastgeber des Weltpressetags auf, der ursprünglich mit selbiger Deklaration in Windhoek aus der Taufe gehoben wurde. Unter Absprache mit UNESCO und dem namibischen Innenministerium treten Alt-Redakteurin Gwen Lister sowie Toivo Ndjebela, Chefredakteur der Tageszeitung Namibian Sun, als Medien-Champions auf.

Von Eberhard Hofmann

Windhoek

Das Redakteursforum von Namibia (EFN) teilt mit, dass das 30-jährige Jubiläum der Windhoeker Deklaration zugleich mit einer internationalen Konferenz zum Weltpressetag (World Press Freedom Day - WPFD) begangen wird. Gwen Lister, Direktorin des Namibia Media Trust (NMT) sowie Gründerin und ehemalige Chefredakteurin der Tageszeitung „The Namibian“ und Redakteur Ndjembela „treten bei diesem signifikanten Anlass in der Mediengeschichte sowie im globalen Mediensektor als Sprecher auf“, heißt es in der Erklärung, die vom EFN-Vorsitzenden Frank Steffen herausgegeben wurde. Lister hat mehrere internationale Auszeichnungen für ihren Beitrag zur Pressefreiheit erhalten, darunter den Tapferkeitspreis des Schutzkomitees für Journalisten (Committee to Protect Journalists, CPJ). Das Redakteursforum von Namibia hat Lister 2016 ebenso mit der Verleihung des Ehrenpreises der Windhoeker Deklaration ausgezeichnet. Dieser Preis wurde auch den Berufskollegen und Autoren Bheki Makhubu von Eswatini, Jacque Pauw von Südafrika sowie posthum Jamal Kashoggi von Saudi-Arabien verliehen.

Die beiden Sprecher, auch als „Press Freedom Champions“ betitelt, wollen einzigartige Einblicke in den tiefgreifenden Wandel des Journalismus während der vergangenen drei Jahrzehnte sowie Ausblicke auf die Zukunft vermitteln. Gwen Lister hat eine besondere Beziehung zur Windhoeker Deklaration, denn zusammen mit dem verstorbenen Pius Njawe von Kamerun leitete sie 1991 den Vorsitz beim historischen UNESCO-Seminar in der namibischen Hauptstadt, als die Windhoeker Deklaration verfasst wurde. Toivo Ndjebela bringt 14 Jahre postkoloniale Erfahrung auf das Podest, sowohl als Redakteur der Namibian Sun sowie zuvor als Geschäftsführer und Senior-Reporter der staatlichen Tageszeitung „New Era“.

Die Konferenz findet vom 1. bis 3. Mai im Covid-Rahmen teils virtuell und teils in persönlicher Anwesenheit statt. „Wir sind besonders stolz darauf, dass die Konferenz in einem Land abgehalten wird, das nach den Kriterien der Presse- und Meinuingsfreiheit international durchweg hoch eingestuft wird“, lautet die EFN-Erklärung.

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