18 Mai 2021 | Politik

Mayeyi erkennen neue Grenze zu Botswana nicht an

Soldaten aus Botswana besetzen angeblich Mayeyi-Stammesgebiet

Windhoek (bw) - Drei Jahre nachdem Namibia und Botswana einen neuen Grenzvertrag unterzeichnet haben, beschwerte sich nun die Mayeyi-Stammesbehörde in der Sambesi-Region, dass sie über die Grenzfestlegung nicht informiert worden war.

In einer Petition an das Amt der Premierministerin, vom 21. April, die erst am Wochenende über soziale Medien bekannt wurde, teilte Chief Boniface Shikati Shifu mit, dass botswanische Soldaten in seinem Stammesgebiet Grenzbaken aufstellen, Zeltlager errichten und „die neue Grenze“ patrouillieren. Das geschehe auf der namibischen Seite. Die Soldaten würden der Gemeinschaft angeblich verbieten in dem seit Jahrhunderten genutzten Linyanti-Fluss zu fischen, Schilf zu schneiden und ihre Rinder an die Ufer von Wasserläufen und Flüssen zu treiben. Es seien auch 14 kleine (namibische) Inseln von BDF-Soldaten „besetzt“ worden. Die Bevölkerung im Mayeyi-Stammesgebiet werde von den BDF-Soldaten „belästigt und bedroht“.

„Wir haben das Gefühl, dass unser Land nach und nach weggenommen wird, unsere Kinder werden dann kein Land mehr haben“, schrieb Chief Shikati Shifu. Das Vorgehen der BDF-Soldaten sei „Landbesetzung“. Auf den Schiessvorfall von Ende 2020 anspielend, bei dem BDF-Soldaten drei namibische Brüder und ihren Cousin aus Sambia als angebliche „Wilderer“ erschossen hatten, befürchtet er neue Schiessvorfälle.

Die Stammesbehörde sei auch enttäuscht, dass die Grenze patrouillierenden namibischen Soldaten nicht im Busch zelten, sondern in den Dörfern. Das sollte verboten werden.

Shifu forderte in seiner Petition, dass die Regierung ihm eine Karte mit der 2018 festgelegten Grenze zustellt und die „ursprüngliche Grenze“ anerkennt. Er will ein offizielles Treffen mit ihm, seinen Ratsleuten und der Regierung. Die neue Grenze soll in einfachen Worten der Mayeyi-Gemeinschaft erklärt werden. Zukünftig soll die Regierung bei Grenzziehungen die betroffenen Gemeinschaften mit einbeziehen „und zwar von Anfang an“, forderte er.

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